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2 (1817) Erläuterungen zur chemischen Messkunst
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dem Verhältnifs, dafs der Wafferftoff des Ammo-niums hinreichend ift, den Sauerftoff des Oxydesbey der Zerl'etzung zuWVafl'er zu fättigen, beftehenlollte, fo würde das Knalifilher über 90 Pc. Metallenthalten muffen, während es Verfuchen zu Fol-ge nur 71 Pc. regulinifches Silber giebt. Es wirdaber fowohl das Verhältnis der ßeftandtheile alsauch die Art der Bildung diefer fulminirenden Salzegenügend erklärt, wenn man fie aniieht als Verbin-dungen der Metalloxyde mit einer Wafferl'tofffäure,die, der Salzfäure analog, aus gleichen AntheilenStickftoff und Wafferftoff zufammengefetzt ift. DiefeSäure ift für fich allein noch nicht dargeftellt wor-den, allein ihr Dafeyn ergiebt fich aus der Berech-nung ihrer Verbindungen.

Wir nennen diefe Säure Hydrnzotfäure oderWafferftickftofffäure und die dadurch gebildeten Kör-per Hydrazotfalze.

Wenn nun die Hydrazotfäure aus x Anth. Stick-ftoff und 1 Anth. Wafferftoff, oder aus 1,750 Stick-ftoff und o,i 25 Wafferftoff zufammengefetzt ift, undin den Salzen derfelben die Säure fo viel Wafferftoffenthält, als nöthig ift, den Sauerftoff der Grundlagezu Waffer zu fättigen, fo ift ein Antneil Hydrazot-fäuregleich 1,875 und die Zufammenfetzung der bisjetzt bekannten Hydrazotlalze folgende :

1. Hytlrazotkali *)

2. Hydrazotiilber5. Hydratzotgold

4. Hydrazotqneckfilber

5. Hydrazotplatin**)

1 K< + 1Az = 6,000 -f- 1,875

1 { + 1 - = 14,500 -)- 1,875

1 O 3 4- 111 - = 28,000 4- 5,625

1 IjP 4- 11 - = 27,000 -}- 5,750

1 G14- 11 - = 14,000 -j- 5,750

*) Das mit brennbaren Körpern noch verpuffende Kali, welchesnach dem Glühen des Salpeters zurückbleibt.

**) Enthält nach Edmund D a vy 70,75 Metall, f. Schweig-gers J. Xlx. 91.