214 Sechste Cl. III.Ordti. Conchylien.
Austern 211. Die gemeine Auster- Olirea eckulis.
Die untere Schaale ist bäuchlq, die obereG.-meine platt, und beyde bestehen in über einander gelegtenSchiefern Aeusierlich sind sic grau, schwäre, bläu.^ lich, oder violek, auch wohl purpurartig, inwendigmilchig weiß, und übrigens einem jedweden zum Ue.berfluß bekannt. Es gibt große zu drey Zoll >mDurchschnitt, und kleine zu andertbalbe Zoll. Manlegt nur diejenigen, die vorzüglich schön sind, in dieCabinette.
Uebrigens ist bekannt, daß ihrer viele Millio.mn, nicht etwa in der ganzen Welt, sondern nurln Europa allein verspeiset werden, da denn dieSchaalen eine starke ausfüllung der Grottcnwcrkefind. Ja sie werden ordentlich gch.-gt, und in Bc>Haltern am Meere, die durch Palisaden abgemuntfind, gespanet. Sie vermehren sich durch ihre Eycr«chen, die sie aus der Schaale schieben, erstaunlich,und wachsen sehr häufig zu beträchtlichen Klumpen,auf. und aneinander feste. Die Franzosen nennenfieHuitres; die Holländer Oskers; die Engel-länder Oesters. Fast alle Länder, die an der Seeliegen, haben ihren Austerfang, so daß von derTurkey an, durch das ganze mittelländische Meer,bis ganz herum in die Nordsee hinein, al»lenrhalben Austern zu haben sind, worunter dennallerdings etliche Verschiedenheiten in Absicht aufdie Größe, Farbe, Rundung, Bäuchiqkcit und Ge.schwach Vorkommen, desgleichen auch bey den C>st-und westindischen und africanisickien Austernstatt hat. Die Seesterne und Krebse stellen ihnensehr nach; und vielleicht find sie die einzigen Thiere,welche von den Menschen lebendig verschluckt werden.
^ Knorr. HI. ?hcil, ^ab. XXIV.** 2.
Isb. XXV." «§ 2.
212. Das