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Sechster Theil : Zweyter Band (1775) Von den Corallen : mit achtzehn Kupfertafeln
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644
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644 Sechste Cl. IV.Ordtt. Corallen.

Diofcortdes. wenigstens hielte die eigentliche Co«ralle für Geepflanzen, jedoch war Dodonäusgeneigt, die Schwamme und Alryonicn nebst denStcinschwämmen von den eigentlichen Kräuternzu trennen, hingegen verband dcrbernbmte Tonr»neforr,noch zu Ende des siebzehnten Jahrhunderts,alle Mecrgcwächsc mir dem Kräuterrciche, undbe-mühctc sich, die Art ihrer Vegetation zu erklären.Alles was er von dieser Sache weitläuftig sagt,lauft darauf hinaus, daß die Seegcwächse ihreNahrung nicht, wie andere Pflanzen, durch dirWurzel aus den Boden des Meeres, sondern auseinem salzigen und fetten Schlamm des Meeres em-pfangen, welcher sich durch auswendige Luftlöcherin die Scepflanzc cinsaugc, und bcy den Slcin-pflanzcn ordentlich versteinere. Er macht zu demEnde vier Elasten. Erstlich weiche Seepflan-zen, zweitens harte, drittens holzartige, mitweicher Rinde, und viertens weiche, mit harterRinde; an keiner dieser Arten aber wurde von ihmeiniger Beweis von Blüthen, Saamcn oder der-gleichen entdeckt, welche man doch bcy einer Pflan-ze vcrmuthcn sollte. Dieses war alles, was manvon den Corallen bis zu Ausgang des vorigen Jahr-hunderts wußte: denn wir haben die nähere Erkennt-nis, von dem Bau und der Beschaffenheit dieser Ge-schöpfe, lediglich dem jetzigen Jahrhundert zui dan-ken, und werden vielleicht, noch che fünf- undzwanzig Jahre vergehen, selbige zu einer weitgrößer» Vollkommenheit hinansteigcn sehen; indemsich der Eifer der gelehrtesten Lstaturforschcr, inUntersuchung dieser wunderbaren Sceprodukte,gleichsam um die Wette verdoppelt hat, und auchnoch täglich Entdeckungen gemach? werden, dieder ganzen Sache ein neues Licht aufstcckcn.

Gleich zu Anfang dieses Jahrhunderts stellteder Graf Marstgli in dem mittelländischen.

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