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Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
1060
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1062 Fünfte Cl. VlI.Ord. Ungeflügelte.

sich am Kopfe zwcy bürstcnartige Fühlhörner, amMaule zwcy Fühlerchen mit zwey Gelenken und schee«renförmigen Spitzen. An der Brust zeigen sich einpaar fadenförmige Fühler, welche mit dem Körperparallel gehen, am After klaffen, und in der Mittemit Schccren versehen sind, so daß hier einige Ver-wandschaft mit den Krebsen statt zu haben scheinet.Endlich ist auch ein langer schmaler Schwanz vor-handen.

2. Der Weberknecht. kkziLNAium oxüio.

2 ' Unter diesen Namen verstehen wir die bey uns sehr^eedt^ bekannte sogenannte langbeinige spinne, welcheOpiliö. in den Garten und Häusern an den Wänden sowohl inAineric« als bey uns in Europa häufig vorkommt,und in allen vor unschädlich gehalten wird. Der Körperist fast rund, wird auf den Beinen hoch getragen,oben bräunlich- oder auch gelblichaschgrau, und untenweiß. Die Füße hingegen sind oft zwey Zoll lang,und sic laufen mehrenthcils zur Nachtszeit herum.Der Name Weberknechc scheinet von den langenFüßen hergcnommen zu seyn, und weil sie im Som-mer auf den Feldern herum laufen, hat man sie auchwohl die Schafbirrenspinne genennct, woraufeben die Lmnetsche Benennung anipielet. InFrankreich heissen sie je IUckeur, in Engel-land dbe 8keplier6; in Holland Lekaapliecher.jpin, desgleichen l^nApoot undin Schweden I^elre oder I^ocke.

Sie haben zwey Augen, eckig gebogene Fühl-hörner, und zwey sehr lange Fühler, die recht zumAnpacken gemacht sind. Sie leben von kleinen Flie-gen und Insectcn, setzen sich gerne mir dem Körperin Mauerritzen, aus welchen sie ihre langen Füßeherausstrccken. Sic fechten miteinander scharf, undstürzen einander von den Höhen herunter, und der

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