264. Geschlecht. Läuse. 1227I. DieMenschenlaus. Pe6iculu8kum3nu8.
Die Menschen stehen im Tierreiche oben an,eö wäre also partheyisch, wenn man ihren Läusendiesen Rang absprechen wollte. Es ist aber unnö- laus,thig, diese näher zu beschreiben, sie find jedem bc- «um»,kannt, und wir haben Schriftsteller genug, welche "us.sie vergrößert und illuminiret dargestcllet haben,wenn man auch nur des edermüllers Abbildungzu rache ziehen will Inzwischen ist doch eine Ver,schiedenheit zu bemerken: Denn etliche Arten sitzen demMenschen nur auf dem Kopse, und diese sind härterund mehr gefärbt, andere hingegen hängen sich mehrin den Kleidern an, dieselben sind etwas größer, weicherund aschgrau. Wenn es regnen will, haben sie dieGe,wohnheit, an den Hals hervor zu kriechen. Warumsie aber bey dem einen Menschen mehr auf dem Kopfeund bey den andern mehr in den Kleidern wohnen,solches lieget vielleicht in der Beschaffenheit der Säfteoder des Schwei S des Menschen, der mit dieserEinquartierung h.,mgesucht wird: denn es giebtMenschen, welche die ordentliche sogenannte Läuse-krankheit haben, wo, aller Mittel ohnerachlet,dieses Ungeziefer fast nicht auszurotten ist. Viel-leicht legen sie ihre Eyer oder N ss' bey solchen Men-schen in die Haut oder deren Schweißlöcher, undvielleicht Ist gewisser Schweiß der' Menschen vorzüg-lich geschickt, diese Eyer immer auszubrüthen.
Man kann indeßen die Läuse tödten mit demSamen der Nießwurz, Staphisagria, Mondsamen,
Raute, Petersilien, Alant, Lorbeer, Saffcan,Pfeffer, Porsch, Lycopodium und Fettkraut. Amgeschwindesten kommen sic durch Queksilber um. Siedurch Kälte erfrieren, oder durch Hitze ersticken zulassen, macht zu viel Umstände, und sie todt zu füt-kern, gehet sehr langweilig zu, denn sie lassen cSsich immer gut .schmecken, und erleben Kinder und
Kinds-