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Fünfter Theil : Zweyter Band (1775) Von den Insecten : nebst vierzehn Kupfertafeln
Entstehung
Seite
763
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rz4. Geschlecht. Jungfern.

Ueutroptera: I^ibeilulÄ.

^^ie lateinische Benennung s-idellulL scheinet «einen Wagcbalken zu bedeuten, und diesen Eene»Jnserten darum gegeben zu scyn, weil, wenn man nung.sie bcy den Flügeln fasset, der Körper gleich einemWagebalken hangt, wenigstens haben sie mit demBalanzfisch oder Schlegelfisch (siche III.THeilp,^^.) :im Griechrschen einerley Namen, und heissen 2i-FA6NL, und da sie insgemein große Augen haben,die wie Perle» hervorragen, so hießen sie auch sonstbey den Lateinern: kerlae. Ob wir aber nun wohlkeine Ursache augeben können, warum die Franzo»sen diese Inscctcn Oemoilelleg gencnnet haben, sowissen wir doch, daß die deucsche Benennung:Jungfern, und die holländische: sutkerL ledig»lich eine Nachahmung der französischen ist, undso kam es denn auch, daß man mit einer wiilkührli»chen Veränderung, statt der Benennung Jungfer,die Namen Wasser nvmpfe, Wasserjungfer,wasserhure, und wasserdocke gebrauchte, an»derer minder üblichen Benennungen jetzt nicht zugedenken.

Man kennet dieses Geschlecht an folgenden Merk» Geschhmalen: der Mund bestehet aus verschiedenen zusam» Kenn«mengesctzten Kiefern, die Fühlhörner sind kürzer als pichen,dar Bruststück, die Flügel erscheinen sehr gedehnetund auögebrcitet, und das Männchen hat amSchwanzeein scheerenförmigcs und gleich einem Hacken etwasgekrümmtes Werkzeug.

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