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3 (1783)
Seite
731
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Prediger Galomo's. 7 zr

Dabei wählt er eine eigene Art der Einklei,düng, die wie Unterredung zweier Weisen überdas menschliche Leben und den Weltlau aus.sieht—wie Unterredung zwischen einem hihi-gen Forscher und einem bedächtigen Lehrer.Jener betrachtet, dieser lehrt; iener klagt, die-ser tröstet; iener überspannt, dieser mäßigetwieder. Jener findet wie ein Neuling in derWelt nichts auf der Welt an rechtem Ort undStelle, und verrükt alles, und dieser seht dannwieder zurecht, was iener verrükt hak; derBeobachter verwirft und verdammt ohne lan-ges Zaudern, und tritt alles unter seine Füße,wie ein feuriger rascher Jüngling, dieser Lehrerprüft und erörtert langsam, wie ein alter Wei-ser, und richtet mit kalter Bedachtlichkeit wiederauf, was iener in der Hitze zu Boden getretenhatte; iener spricht mit einer gewißen Selbstge-nügsamkeit immer in seinem werthen Ich,dieser redet in dem sanften Ton eines Lehrers,im vertraulichen Du, und weißt den jungenKlügler, der in der Hitze über alle Gegengrün,de wegschießt, in die Schranken der Wahrheitzurük, und hält ihm, ohne ihm seine Jrrthü-mer erst vorzuwerfen, durch die Sprüche eini-ger Weisen aus der Vorwelt (wie es öftersscheint), in seinem übereilten Lauf auf: wirdder erste zu heftig, so unterbricht ihn der leztere,um seiner Hitze Einhalt zu thun, und laßt ihnnach einer kleinen Pause da wieder fortreden,

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