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3 (1783)
Seite
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Psalmen. zoz

sie Davids schnell; und nach ihr bildete sichjeder.

Natürlich behielten nun auch noch nach ihmdie Religionögesänge immer einen davidischenGang; so gar die Dichter spätrer Zeiten wuß-ten ihren Liedern keinen schöner» Schmuk zu ge-ben, als sie dem Namen Davids ordentlich zuweihen. So wurden dann die alten Lieder auöVorliebe zu den neuen, die in großer Mengecirculirten, allmählig auö dem Gedächtnis desVolks verdrungen, und vielleicht sehr früh, weilsie nicht ausgeschrieben waren, verlohren; undwir haben deshalb in den Psalmen nichts von,früher» Liedern als höchstens eines von Mose.Dagegen mögen bald nach David Liedersamm-langen mit seinem Namen vorhanden gewesenseyn; an diese hängte man vielleicht zuweilenLieder andrer Dichter, und sah die letzten end-lich auch für davidisch an, weil er die Grund-lage der Sammlung war; oder man weihtewohl auch seinem Namen, als dem des erstenLiederdichters spätre Lieder, um sie dadurch zuzieren. Dem Namen Davids ists gegangen,wie dem Salomo'ö, mit dem man gerne alleWeisheitssprüche und Sittenlehren stempel-te.

Ii 4 §.621.

s) -Herders Geist der hebr. Poesie Th. II.S. zc>o ff.