Psalmen. 501
Herzen ihres Volks durch sanfte Poesien undMusik sanftere Empfindungen erwekten. Wiesie wirkten, sagt uns die Geschichte Saul's;sein Herz schlug bei ihren Liedern königlich undedel auf; und wie er selbst als König mehrmalsProphetenlieder und Prophetenkleider liebte, sohaben sie geiviß auch andre seines Volkes liebgewonnen, und sanfte Land und Naturpoesieward allmählig allgemeiner.
In diesen Zeiten bildete sich David, derauch über die Empfindungen der Herzen seinesVolks König werden sollte, und übte sich inMusik und Dichtkunst in den Thälern bei derHeerde seines Vaters, wie iene auf den freiemHöhen; und wekte einst als Waffenträgerdurch Gesang und Saiten königlichen Sinn inSaul, wie vordem seine Brüder auf den Hö-hen. Die Harfe war ihm Trösterin und Freun-din als er einsam und begleitet als ein Vertrie-bener in den Wüsten Iuda's irren mußte; undward als seine Freundin mit ihm auf den Thronerhoben. Nun that er durch sie in kurzer Zeitweit mehr als alle Prophenschulen in weit läng-rer Zeit nicht hatten wirken können — er zogdie ganze Nation zur sanften Gattung der Mu-sik und des Gesanges mächtig hin; und gab derlyrischen Poesie den eigenen Glanz und Gang,in dem sie die Psalmen zeigen.
Da ihm seine Lieder lnber waren, als Kro-ne und Thacen; so konnte auch durch wieder ie-Ii z der