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3 (1783)
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Daniel.

Denn wie die Gesichte (§. 6oz), so brau-chen auch die Traume eine Art von Maschine-rie, zu welcher der Dienst höherer Wesen un-entbehrlich ist; sie müssen, weil sie bedeutendsind, die Wirkung eines höheren Geistes seyn.

Die älteste Welt leitet sie ohne Bedenken un-mittelbar von der Gottheit ab, weil sie nochkein System von Schiklichkeit bei den Wirkim- ff

gen Gottes auögesonnen hat. Aber so wie die ^

Welt in ihrer Aufklärung fortschreitet, so laßt k

sie auch die Gottheit nach einer gewißen Schik- ^

lichkeit handeln, und halt es für unstatthaft, sie ^ i

selbst bei iederKleinigkeit in Wirkung zu setzen. A

Sie läßt höhere Geister in die Mitte treten und s»

im Namen und auf Befehl der Gottheit wir-ken: und ohne Engel kan die Art von Sym- ^

bolik, die in Gesichte und Träume kleidet, nichtbestehen. , , Im

Auf diese Weise hatte die hebräische Nationdurch ihren Umgang mit den Chaldäern alle die ^

Begriffe erlangt, die zu den Vorstellungen im ,

Daniel nothwendig waren. Neu sind sie bei z

den Hebräern, aber im Kreis ihres Werdens ai

nicht unerwartet; sie sind ein Beweiß, daß ?

alle die Aufsätze, die wir im Daniel lesen, ^

wirklich zu der Zeit abgefaßt worden sind, in ,

die sie sich setzen; e6 sind Irüchte, von dem j

Boden wirklich getrieben, chcö dem sie gesproßt h

feyn sollen. !

§.614. ' H