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Daniel.
Denn wie die Gesichte (§. 6oz), so brau-chen auch die Traume eine Art von Maschine-rie, zu welcher der Dienst höherer Wesen un-entbehrlich ist; sie müssen, weil sie bedeutendsind, die Wirkung eines höheren Geistes seyn.
Die älteste Welt leitet sie ohne Bedenken un-mittelbar von der Gottheit ab, weil sie nochkein System von Schiklichkeit bei den Wirkim- ff
gen Gottes auögesonnen hat. Aber so wie die ^
Welt in ihrer Aufklärung fortschreitet, so laßt k
sie auch die Gottheit nach einer gewißen Schik- ^
lichkeit handeln, und halt es für unstatthaft, sie ^ i
selbst bei iederKleinigkeit in Wirkung zu setzen. A
Sie läßt höhere Geister in die Mitte treten und s»
im Namen und auf Befehl der Gottheit wir-ken: und ohne Engel kan die Art von Sym- ^
bolik, die in Gesichte und Träume kleidet, nichtbestehen. , , Im
Auf diese Weise hatte die hebräische Nationdurch ihren Umgang mit den Chaldäern alle die ^
Begriffe erlangt, die zu den Vorstellungen im ,
Daniel nothwendig waren. Neu sind sie bei z
den Hebräern, aber im Kreis ihres Werdens ai
nicht unerwartet; sie sind ein Beweiß, daß ?
alle die Aufsätze, die wir im Daniel lesen, ^
wirklich zu der Zeit abgefaßt worden sind, in ,
die sie sich setzen; e6 sind Irüchte, von dem j
Boden wirklich getrieben, chcö dem sie gesproßt h
feyn sollen. !
§.614. ' H