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stümm, aber auch nicht zu sanft und leise einher;er giebt dem Dichterausdruk die rechte Mäßi-gung. Etwas Tönendes in der Sprache hier,und dort etwas Rauschendes, und damit wech-selt wieder etwas Sanftes, Liebliches, Schmel-zendes -— alles, wie es der Gegenstand mit sichbrachte; und wie es nicht bei einem Dichterder Kunst, sondern des Herzens ist.
Und wenn wir bei den so einzelnen Restenaus der hebräischen Dichterwelt über das Ei-genthümliche eines Dichters in Bildern, Vor-stellungen und Wendungen irgend urtheilendürfen; so war Nahum auch im Erfinden nichtunglüklich. In den wenigen Seiten, die wirvon ihm übrig haben, kommen so manche Aus-drüke und Vorstellungen vor, die wir weiternirgends finden. Fast alles ist ihm in der Be-schreibung der auf Ninive stürmenden Heerö(II. 4 ff.) allein eigen; ihm allein die Verglei-chung nichtswürdiger Diener des Staks mitHeuschreken (III. 17), und der uralten StadtNinive mit einem alten Wasserteich, der Rißebekommt (II. 9), und eines starken Etats mitverwachsenen Dorngesträuchen, die in vollemSafte stehen (1.10). Die beiden lezteri. sindvielleicht nicht nach dem Geschmak unsres Zeit-alters und unsrer Welt, deren Cultur dasRauhe und Rohe der Bilder will abgeschliffenhaben, wenn sie gefallen sollen. Aber imKreis ihres Entstehens, und in der Welt der
ersten