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3 (1783)
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347
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Micha.

Kapitels kommt der Eingang, mit dem Michazur Anhörung seiner Reden aufsodertnicht wieder vor; in den genannten Kapitelnliegt ein Ganzes nach einem vollkommenen Um-riß; der Etat geht zur Strafe für die Unter-drükungen, und das Gehör, das falsche Wahr-sager finden, in Trümmer; aber aus feinenRuinen steigt in der Folge der Zeit ein neuesReich Gottes hervor, dem an Glanz und Machtnichts zu vergleichen ist.

Die dritte und lezte Rede hebt beim 6tenKapitel mit dem Eingang, der dem Micha ge-wöhnlich ist, an, und schließt sich mit dem Buchselbst (Kap. VI. VII). Abgötterei und äußerstverdorbener Zustand des Volks mache» seinerNationalwürde, seinem Tempel und Etat einEnde: und der Prophet wendet sein erschröke-rieS Auge zu Gott. Es erscheinen ihm Aus-sichten in bessere Zeiten, und sein Trauertongeht schnell in Freude und Wonne über.

So winden sich alle drei Reden des Michaauf gleiche Weise ab; alle sind Stüke verwand-ten Inhalts; alle ein vollendetes schönes Gan-zes, in Vorbereitung und Ausführung, imAnfang und Ende.

§. 582.

Genius Ves Dichters.

Nur ein ungeübter oder unaufmerksamerLeser der Propheten wird die eigne Form über-

sehen-