544FünfteClasse.!II.Ordmmg.Staubflügel.
Von den Raupen.
Raupen Raupen, hebräisch ; griechisch
Kampe; arabiscl) Kiapia; lareinischLruc^; holländisch Uup8; französisch Lke-ni11e§ - englisch (üater - ?i11ars und Lanlcer-VVorms; iraliänisch ku^a und Lrucko; spa-nisch Oru§a; sind von jeher allzu sichtbare Larven ge-wesen/ daß man nicht von den ältesten Zeiten hersollte gewust haben / wie aus ihnen die Schmetterlin-ge durch Verwandlung entstehen; da hingegen dieVerwandlung anderer Jnsccten aus ihren Larvenlqnge verborgen war. Eine genaue Nachricht bliebindessen bis auf spätere Zeiten aufgehoben / und je-tzo sind wir so glücklich / in die vormals räthselhafteHaushaltung dieser Geschöpfe/ zum Ruhm der größ-ten Naturforscher/ die sich mit ihrer Untersuchungbeschäftiget haben, vergnügte Blicke zu werfen.
Gestalt. Sie sind nämlich alle vom Anfänge / da sieaus ihren Eyern kriechen/ ohngefähr Reifrund undlang/ fast wurmartig/ haben eine gemessene Zahlvon zwölf Ringen/ und nach ihren bestimmten Artenbesondere Größen, Farben und Zeichnungen. DerZirkel ihrer Rundung leidet einen kleinen Abschnitt/welcher die Fläche des Bauchs ausmacht. Am er-
Kopf. sten Gelenke sitzt der Kopf/ welcher aus zweyen ge-geneinander liegenden Calotten von hornartiger glat,ter Substanz besteht/ und mit einem steifen zangcn-artigen Gebiß zur Abnagung der Pflanzen, die oft har,te und zähe Blatter haben, ja zur Einbohrung inHolz und Rinden, versehen ist. Unter diesem Ge-biße zeigt sich die Unterlippe, worinn eine kleine run-de Oeftmng befindlich ist, durch welche der Fadenlaufen und formirt werden muß, den sie zur Verfer,tigung ihres Nestes aus einem zähen und alsobald er-hartenten Schleime spinnen. Die Ringe des Körperssind alle häutig und einander fast gleich, nur hat der