212. Geschlecht. Wafferkafer. Z 45
< wisses fettiges Wesen , das ihr Schild oder Haut L.*
! an sich hat, macht, daß sie durch selbiges nicht ge. Blatte
netzet werden. Wenn sie ruhen wollen, häcklen siesich mit der Spitze des Bruststücks an irgend einem Hörner.Gegenstände feste, und liegen also gleichsam vor An.ker. An ihren feinen Härchen hangen sich im Was,sec Luftblasen an, und so schwimmen sie in die Ho-he Wenn sie ausserhalb dem Wasser auf dem Rü-cken liegen, drehen sie sich wie ein Wirbel im Kreißherum, und man kann sie fast den ganzen Winterüber in einem Glaß Wasser lebendig erhalten, wennman ihnen zuweilen etwas Mehl giebt. Sie sindgerne in klaren Weihern, leben von andern Inse,cten und Wasserlinsen, auch sogar von kleinen Fi,sehen, welche sie zuvörderst mit der langen Spitzeihres Bruststücks todt stechen. Gefällt cs ihnen aneinem Orte nicht, so fliegen sie davon, und sucheneinen andern Weiher auf. Sie begatten sich obenauf dem Wasser, und die Füsse des Männchens sindmit verschiedenen Warzen an den halbrunden Sohlendarnach gebaut, um sich auf die platten Schilde desWeibchens durch festes Ansaugen der Warzen, haltenzu können. Nach der Begattung macht das Weib,chcn ein schwimmendes Nest, welches mit einer Spi»tze hervorragt, und legt die Eyer hinein. Aus die-sen brnchen Würmer aus, die sechs Füsse haben.
Der Körper ist braun, und besteht aus zwölf Rin.gen , vorne am Kopfe platt, in der Mitte rund, amSchwänze spitzig, überhaupt weich und schleimig.
Sie leben wie die Amphibien, in und ausser demWasser, erreichen die Länge von zwey und einem hal-den Zoll , werden hernach kürzer, verwandeln sich ineine weiffe Puppe, die mehrentheils schon die Gestaltdes Käfers hat, biß endlich der völlige Käfer da ist.