Druckschrift 
Fünfter Theil : Erster Band (1774) Von den Insecten : nebst zwey und zwanzig Kupfertafeln
Entstehung
Seite
343
Einzelbild herunterladen
 

I

212. Geschlecht. Wasserkafer.

Loleo^rem: O^tilcus.

H ?ie aus dem Griechischen herstammende Be, Geschl.nennimg , welche eigentlich v^tilros ist, ^e>«n-deutet einen Taucher an, der unter Wasser geht, und ^soll die Eigenschaft dieser Käfer ausdrucken, dahersie auch vormals das ist was«

serkafer hiessen, und auch noch von andern Schrift«siellern H/äropM, v/tici und genennt

werden In Holland nennt man sie ebenfallsVVater-IHrren, denn sie halten sich nicht nur inwässerigen Gegenden auf, sondern schwimmen undtauchen sogar; ja ihr Wurm lebt unter dem Was«ser, und ist gleichsam ein Crorodil für die andernWafferinsccte, auch töden sie sogar die kleinen Fisch«lein. Wenn sie auf dem Rücken liegen, drehen sie sichin einem Wirbel schnell herum, ruhen in schattigenGegenden/ fliegen des Nachts, und können sich, wennsie lange im trockenen sind, nicht wohl rühren, dahersie schon darnach gebaut sind, ihre Gelenke beständigfeucht zu halten. Die Männchen haben halbrundeFußsohlen an den Vörderfüssen, und kommen in derBauart den ^xleinkäsexn sehr nahe; die Weibchensind oft auf den Flügeldecken gestreift und sehen denErdkäfern ähnlich, sind aber überhaupt mühsam zuunterscheiden, und nicht wohl nach ihren Arten zu be-stimmen.

Um aber die Hauptmerkmale des ganzen Ge« Geschl.saflechts anzugeben, so bestehen sie in folgenden Stü- Kennjei-cken: die Fühlhörner sind entweder bürstenartig oder

P 4 kcul«