Einlci»tung.
Augen.
4 Einleitung
sehr groß« und große Iusccten manchmal nur sehrkleine Köpfe; doch darinnen kommen sie fast mit»einander überein, daß sie kein ordentliches Gehirnund keine äußerliche Nase oder Ohren haben. Wasaber die übrigen Theile des Kopfs bctrift, so sinddie AuZen vorzüglich merkwürdig.
Etliche nämlich haben zwar zwey Augen, siesind aber so dichte an einander, und befinden sichan einer so unmerklichcn Scheidewand/ daß mansie wurklich nur für ein Auge ansichct. Bey denmeisten aber stehen sie ordentlich weil aus einander»und befinden sich an den Seiten des Kopfs. Vielehingegen besitzen auch mehr als zwey, denn manzählt an den Spinnen deren wohl achte, die nochdazu nach jeder besondern Art der Spinne ein«andere Richtung haben. Unterdessen sind die Au,gen bey allen Insecten hart, erhaben rund, undmit einer Hornhaut bedeckt, die sich äußerlich glattzeigt, dennoch aber, bey genauer Betrachtung, ausvielen Facetten bestehet, welche einem Gitterwerkoder netzartigen Gewebe gleich sehen. Was aberdie Anzahl dieser Facetten betrift, so übersteigtselbige allerdings unsere Begriffe; denn Löwen»hoeck fand auf der Hornhaut an dem Auge einesKäfers über dreytaufend, und bey einer Fliege überachttausend. Ja der Herr puIer will so gar aufdem Auge eines Schmetterlings sicbcnzehntausenddreyhundert und fünf und zwanzig Facetten oderbesondere Flächen gezählet haben. Nur wollen wiraus Vorsorge das: lulvo errore calLuli, hinzusetzen.
Wie groß inzwischen diesen kleinen Thierchender Nutzen ist, den sie aus einer solchen Bildungihrer Augen ziehen, läßt sich leicht erachten. Wiewürden sie fähig seyn, die Gegenstände zu sehen, däihre Augen unbeweglich sind? Wie würden sie bey
dem