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Fünfter Theil : Erster Band (1774) Von den Insecten : nebst zwey und zwanzig Kupfertafeln
Entstehung
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2 Einleitung

Einlei> besonders wenn sie klein sind, hknsiehet, so stellet

tung. sie doch einem aufmerksamen Verstände viele un-begreifliche Umstande dar, in deren Nachforschungman zwar das grüßte Vergnügen empfindet, amEnde aber doch die Schwache feiner Erkenntniß ein-sehen, und von dem Schöpfer ehretbietungövollbekennen muß, daß er groß im kleinen scy.

Zwar hatten wir in UNscrm ersten Theile, beyder Betrachtung der vierfüßigcn Thicre, Gelegen-heit genug, die Kräfte der ElephantcN, die Ge-schwindigkeit der Kamele Und Pferde, den feinenGeruch der Hunde, und in den folgenden Theilendas Gesicht, Gehör und den Gesang der Vögel,die List der Spangen, und andere vorzüglicheKräfte anderer Thiere, zu bewundern; allein, wasist das gegen alles, was wir bey den Inftcten an-treffen?

Kräfte Äo findet man wohl bey den großen vicrfüßiqenschwimmenden und geflügelten Thicrcn, die erstaunli-chen Kräfte, die bewundernswürdige Geschwindigkeit,und ein so erstaunliches Vermögen der Sinne > alsbey den kleinsten Insekten? Eine Fliege- (um dieAnmerkungen eines schätzbaren Gönners und Freun-des zu gebrauchen,) vor einen kleinen pappierttett ^Schlitten gespannt - ziehet zehett bis zwanzig tobteFliegen fort. Wo ist aber ein Pferd, käs zehenbis zwanzig tobte Pferde auf einmal fortz chct?Welch ein Unterschied zeiget sich hier im Verhält-niße dek Kräfte der Muskeln beyderley Thie-re? Ein Floh springt, nach dem Verhältnis seinerGröße, hundertmal höher, als irgend ein vierfüßi-ges Thier in der ganzen Welt vermag. Eine Raupe,die weder Knochen noch andere scharfe Waffen hat,bohret dennoch in Holz und wohnet in selbigem.Eine Schnacke oder Mücke, die so fein und zartist, sticht doch so emppndlich, daß sie den Menschen

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