Druckschrift 
Vierter Theil (1774) Von den Fischen : nebst ellf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
387
Einzelbild herunterladen
 

»M 189. Geschlecht. Karpfen. Z87

Goldglanze haben, so unterscheiden wir diesen durch ^^ den Beynamen Lhinesisch. Ob er gleich Goldfisch Mit

^ acnennl wird , so verändert sich doch die Farbe sehr dreyza«

^ ^ an ihm, er ist bald roch wie glüend Eisen, baldschwärzlich, wird glänzend gelb wie Gold, vcrän,dert sich weiß, als ob er mit dem feinsten Silber über,

)lG zogen wäre,. und dergleichen; auch geht die Farbenicht allezeit über den ganzen Körper, sondern bestehtnur zuweilen in gewissen Flecken, so wie der Fischnach und nach die Veränderung annimmt. Mit al,

IW lem dem hat er etwas prächtiges und glänzendes ansich, daher er von den Liebhabern in China undHolland in Weihern geheget, und in großen, durch,sichtigen, Hellen Zuckcrgläsern, oder in porccllane,

'/v nern Kumpen zur Lust und Augenweide gefüttert-A wird.

>!I >1zmtiD

Wy einMo!1nB!l schiwch> ikf«ii>Btzaufk

kB

Die Gestalt hat mit einem Karpfen viel ähnli-ches, doch die Flossen find in der Zahl und Stellungverschieden, sowohl in Absicht auf die Karpfen, alsinAbsicht auf sich selbst, und derjenige, der hier abge,bildet ist, hat statt der Rückenflosse gleichsam einkrummes Horn, und hinter selbigem eine Erhöhungstatt einer zweyten Flosse. Sonsten zahlt man inder Rückenflosse achtzehn, in der Brustflosse cilf bissechzehn, in der Bauchflosse sieben bis neun, in derAfterflosse acht, (es müßten denn gleichsam zwey vor,Händen seyn,) und in der Schwanzflosse zwanzig odersieben und dreyßig oder auch vier und vierzig Finnen.Die Afterflosse hat die zweyte Finne hlntenher gezäh,nelt, und bey denen, die geheget werden, giebt es im,wer mehrere Abweichungen.

Dieser Fisch ist sehr zart, wird von acht bis zwölfZoll lang, ist aber in seinem Vaterlande Lhina vielkleiner als in Holland, wohin er erst vor fünfzigJahren lebendig gebracht, und so hin und wieder vonreichen Liebhabern in Weihern und Gläsern fortge,

Bb r pflanzt