Druckschrift 
Vierter Theil (1774) Von den Fischen : nebst ellf Kupfertafeln
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

i66 Geschlecht. Lippfische. 20?

Die Enqc Uänder nennen ihn Regenbogenfisch, k.**weil man an ftder Seite fast alle abwechselnde Re- Gerad-qcnbogenfarbcn stehet. Es ist nämlich der Rücken schwan-grün. Vom Maule lauft über die Augen und Kie.men ein viereckiger Flecken, der anfangs gelb, her-nach aber schwarz ist, und eine Einfassung hat. Vonder Mitte der Seiten an geht dann ein gezacktes,und auf beyden Seiten gleichsam ausgeschnittenesBand bis zum Schwänze, weiches pomeranzcnfär-big ist; endlich hat auch die Rückenflosse zwischen dendren vordersten Finnen einen Hochrothen, und ausser-dem auch noch einen schwarzen Flecken. In demobern Kiefer befinden stch zwey größere Zähne, eswird aber dieses Fischlein überhaupt nicht groß, underreicht etwa die Länge eines guten Fingers.

Betreffend die Anzahl der Finnen, so befindensich derselben in der Rückenflosse ein und zwanzig biszwen und zwanzig, und neun davon find stachlich, inder Brustflosse dreyzchn bis vierzehn, in der Bauch-fiessc sechs, wovon eine stachlich ist, in der After-flosse dreyzchn bis fünfzehn, wovon drey stachlichsind, und in der Schwanzflosse zwölf bis sechzehn.

Sie hängen stch gerne an, um Blut zu saugen,daher die Taucher nicht gerne mit ihnen etwas zu thunhaben, wenigstens hat Gondelet, da er stch einst imMecrwasser badete, sie fast nicht von den Füssen abbrin-gcn können, nnd nach Salmans Bericht soll dieserFisch zur Suppe gekocht den Kranken dienlich seyn,sonst aber gebacken recht gut schmecken.

16. Das Blauohr. l^brus puroricm.

Die Kiemendeckel sind blau, daher wir ihnDlauohr nennen, aber die Flossen sind roth, unddie Seitenlinie lauft krumm. In der Rückenflosse be-

finden cus.