4O Vierte Gasse, l. Ordnung. Kahlbäuche.
sechzehn gerechnet. Ihre meiste gewöhnliche Längebeträgt etwa zwanzig Zoll, jedoch werden die eigent-liche oder die größere Art, um ein merk»
liwes tanger unter andern stengen wir selbst einmalvor zwar».ig Jahren in den Gewässern oder sogenann,ton Wielen, bey dem Guthe renkamp, andert-halb Stunden von Leeuwarden, ein solches Mon-strum an einem Setzhacken, den wir mit einem Bär«sching, um einen großen Hecht zu ertappen, ausge-steckr hatten Derselbe Fisch war anderthalb Ellenlang, und so dicke wie ein stark r Mannsarm, gabauch, in Stücken zerhackt, und am Spieße gebra-ten , für eine große Gesellschaft ein herrliches Essenab. Ein ähnliches und noch größeres Lhicr muß derAal gewesen scyn, davon u der Herr D. vonMelle in Petersburg vor drey Jahren die Haut,die er von den »Hlneslscden Grenzen bekommen dar-te, überschickre. Diese Haut ist ohne Kopf undSchwanzspitze fünf Schuh lang, und drey Scknhim Umfange, und sie wird von den Einwohnern deräußersten Grenzen des rußlscben Reichs in Rahmengespannt, und so, statt der Fenster gebraucht, in-dem sie, wie die Aalhäme sind, durchsichtig ist.
Kleine Aale sind die gewöhnliche Speise derStörche und Reiger, die ihnen oft so geschwindehinken wieder heraus kriechen, als sie vorne hinein«gekommen sind, so daß sic manchen Aal wohl drey«mal essn, auch will man eine dergleichen lebendigeDurchwanderung durch die Gedärme bey Pferdenwahrgenommen haben, welche mit dem Wasser Aaleeinschiuckten.
Man fangt sie mit Reisern oder spitzigen Fisch-körben an Oert. rn, wo das Wasser einen engen Durch,zug hat, deßglcichen mit eisernen läerzahigen Spießenund Kaminen womit man in den Morast wühlet undsticht, und im Winter kann man sie mit einem Bunde
Stroh