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loser und entsetzlicher wird. „Ich kann nicht genug sagen, nr-thcilt der genannte Guiölain, es ist nichts schädlicher, als dieBlödsinnigen ihrer Schwäche zu überlassen. Es geht mit derIntelligenz, wie mit den Muskeln. Je mehr man die Contrac-tion der letzten! begünstigt, desto mehr hält man die Fortschritteder Paralyse an. Gleiches gilt von der Paralyse des Verstan-des: je mehr man die geistige Unthätigkeit unterhält, destomehr beschleunigt man den Ruin der Gehirnfunctioncn. Deß-halb kann man die Blödsinnigen nicht mit zu lebhafter Sorgeumgeben, um sie wach zu erhalten, um zu ihrer Intelligenz,ihrem Gedächtnisse zu sprechen durch Lektüre, Gesang, geistigeBeschäftigung, industrielle Arbeiten.
Wenn ihr Geist nicht durch Eindrücke angeregt, ihr Herznicht durch Zuneigung gerührt wird, wenn ihr Ohr nichts hört,dann erlischt auch der Rest ihres intellektuellen Lichtes; der Un-glückliche verfällt in einen Zustand vollständiger Nichtigkeit!"
Es kann geholfen werden! aber eben darum mußauch geholfen werden!
3) Wer soll helfen?
„Wer soll helfen?" Es durchdringt mich eine tiefeTrauer, daß ich ans diese Frage noch eine Antwort geben soll.Und doch ist es nöthig. Denn Jeder schiebt die Pflicht zurHülfe von seinem Gewissen auf das des Nächsten. Der Staatmacht die Kirche, die Kirche den Staat verantwortlich; die Re-gierung überläßt die Hülfe den Ständen, die Stände überlas-sen sie den Privaten, und die Privaten zucken mitleidig dieAchsel, und sprechen zu Staat und Kirche: „Was geht unsdas an? da siehe du zu!"
Es giebt noch traurigere Erscheinungen. Hier und dahat Einer aus dem Stande der Geistlichen und Lehrer denUnglücklichen kaum die Hand geboten; da wirft sich ein Arztals Wächter der Befugnisse seines Standes ans und schämtsich nicht, jene öffentlich Unberufene zu nennen, und für seinen
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