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deste Zeichen der Theilnahme von Mutter und Geschwistern.Als die Mutter ihn Ende September besuchte, erkannte er siewieder, und bewies sich nun schon zärtlich gegen sie. Nach derAbreise weinte er: es war eine Ahnung der Trennung in ihmerwacht. — Im Februar 1846 hatte er sich schon beträchtlichentwickelt; er hielt Maß im Essen, der Blick war ruhig, derGang sicher, die Unreinlichkeit verschwunden. Die Aussprachewar ganz rein geworden, er forderte Alles mit Worten, erzählteauch Vorgänge in gebrochener Sprache und hatte Freude angeselligen Spielen. Er kannte die Buchstabenzeichen, verbandsie zu Silben, fing an zu schreiben, war nahe am Lesen undbildete einfache Sätze. Gehör und die andern Sinnesorganehatten sich bedeutend entwickelt. Er berechtigte zu der Hoffnung,daß er eine gute Bildung erreichen werde. Diese Hoffnung hatsich seitdem dem Vernehmen nach wirklich erfüllt.
Im Jahre 1853 zählte die Anstalt 30 Zöglinge. Dochsind seit 1846 weitere Berichte leider nicht bekannt geworden.Selbst auf die dringenden Anfragen von der Redaction der„Beobachtungen über den Cretiuismus" ist das Schweigen nichtgebrochen. Ich verdanke der Güte des Hrn. Sägert folgendesZeugniß des Pastors Müllensiefen über die am 29. Sept. v. I. con-firmirte Marie Z., die auf Kosten der Königin zehn Jahre lang inder Anstalt gewesen war. „Die Prüfung bezog sich auf den Inhaltdes luth. Katechismus, der (von ihrem Lehrer Bösch) in allenfünf Hauptstückcn einfach, klar und verständig durchgegangenwurde. Die Antworten des Kindes waren in jeder Weise be-friedigend, oft überraschte sie durch Klarheit, Kürze und Zweck-mäßigkeit. Ihre Kenntniß der Gebote und deren Auslegungwar nach allen Seiten hin sicher und gründlich. Beim erstenArtikel zeigte sie sich bewandert in der Kenntniß aller dahineinschlagenden biblischen Geschichten, beim 2. und 3. Artikelergab sich eine Bekanntschaft mit den wichtigsten Heilswahrhei-te». Von etwa zweihundert an sic gerichteten Fragen bliebenkaum zehn unbeantwortet, und wenn die Prüfung öffentlichstatlgefunden hätte, so würde sie nicht nur manchen Confirman-
dcn, sondern auch Erwachsenen tief beschämt haben.
Das Kind bekundete durch seine ganze freundliche und verstän-