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Die gegenwärtige Lage der Cretinen, Blödsinnigen und Idioten in den christlichen Ländern : ein Noth- und Hülferuf für die Verlassensten unter den Elenden an die deutsche Nation
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die gegenwärtige Lage dieser Elenden, und über das, was fürsie geschehen und nicht geschehen ist, zu bilden. Darum ist denMeisten nicht nur von denen, die ihrer Lebensstellung nachhier helfen könnten und müßten, sondern selbst von denen, diegern helfen möchten, in deren Herzen durch jede wirkliche Nothihrer Brüder Bresche geschossen werden kann, die Hülfe unmög-lich, weil sie die Noth nicht kennen, nicht einmal ahnen. Sottdie trostlose Lage der Cretinen und Blödsinnigen zu allgemeinenLiebesthaten für sie antreibcn, so muß vor allen Dingen ihre Nothaus den dunklen Winkeln, in welche sie sich zurückgezogen hat,oder von glücklicheren Mitbürgern zurückgestoßen ist, in ihremganzen Umfange an's Tageslicht gezogen und der Nation unterdie Augen gestellt werden. Dazu will dieses Büchlein nachseinem Theile mithelfen. Es will von der Legion jener Jammer-gestalten den Schleier wegreißcn, hinter den bis jetzt nur wenigeEingeweihte geschaut haben, die leider den Schleier wiedersenkten, oder die, wenn sie es sich auch unter einander erzähl-ten, doch der Nation verschwiegen, welche Schrecken sie geschauthatten. Aber es will auch mit gewissenhafter Treue Alles,auch das Einzelne und Kleine, berichten, was die christlichenLänder bis heute gethan haben, um ein solches Elend zu hebenoder zu lindern, damit durch das Gegencinanderhalten der Nothund der ihr gewordenen Hülfe jene in ihrer ganzen Größe,diese in ihrer ganzen Unbedeutendheit offenbar werde, undStaat wie Kirche, auf jene, von ihnen Verlassenen hinschauend,nicht wage, das Haupt zu erheben, sondern an die Brustschlage und spreche: Gott sei mir Sünder gnädig!

Das ist der Zweck und Plan dieses Buches. Ich hoffe,daß bald von geübterer Hand ein anderes erscheinen möge,welches diesen Zweck vollständiger erreicht. Bis dahin, abermöge man dieses lesen, und wer cS gelesen hat, möge cs sichzur Pflicht machen, dasselbe weiter zu verbreiten. Freilich wer-den die mitgetheilten Thatsachcn, besonders die nackten Zahlen,in einer Zeit, wo es des Kurzweiligen und Bedeutsamen so vielzu lesen gibt, Manchem zu dürr und zu geringfügig erscheinen, alsdaß er dieselben genauer zu beachten, Lust haben sollte. Weraber noch einen Funken von Liebe für die Noth seiner Mit-

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