iz8 Dritte Cl. n. Ord. SchleichendeAmph.
gekauet und auf den Biß gelegt, wozu auch die vir.gimsiHe Grhlangenwurz (I^aclix Serpentaria)gebraucht wird. Es scheinet sich das Gift dahineinzu ziehen, wenn es noch nicht in das Geblüte getre,tcn ist. Auch hat man wohl durch Eingrabung desgebissenen Gliedes in die Erde/ Hülfe gefunden. Ja eingewißer Mann setzte eine Henne/ die hinten kahl ge.zupft war. sogleich mit dem Steiße auf den Biß,und wiederholte solches mit frischen Hühner»/ so daßfünf Hühner starben / das sechste aber lebendig blieb/und er selbst genaß. Das sicherste Mittel aber istder äußerliche und innerliche Gebrauch von vielenFett, Butter, Oel/ Schmalz und Speck/ wodurchdas Gift betäubt wird. Denn cs hat die Natur selbstLiesen Weg gezeigt, indem die Schweine diese Schlan-gen nicht nur unbeschadet freßcn / sondern ihnen auchheftig nachstellen / und sie wegen ihres unleidlichenGestanks bald auszuspühren wissen. Ja es sind dieKlapperschlangen / so bald sie ein Schwein ansichtigwerden/ sogleich erschrocken und vertagt / und lachenin großerAcngstlichkeit allen Muth fahren. Man kannsie auch durch einen Schlag mit einer Ruche auf denMücken / oder mit einem Stecken auf den Kopf so-gleich ohne alle Regung machen, und sie denn fernertödcn, und wenn einer ein Schwein bcy sich hat,ist er für diesen Schlangen sicher. Ucbrigens aberhauen die Indianer ihnen den Kopf schnell ab, undessen ihr Fleisch, machen Gürtel von der Haut, anwelcher sie die Klapper zur Zierde lassen, gebrauchendie Wirbelbeine zu Angehangen und bereiten sich vonden übrigen Theilcn allerhand Arzneyen. Jedoch wirwollen nunmehr die Arten betrachten.