i2i. Geschlecht. Drachen. 75
an dem Schwänze und an den Füßen accurat bandirt.
Uebcr die Flügel laufen braun und weiß gezeichneteStriche, und zwischen selbigen sind die Felder asch,grau. Sic fliegen von einen Baum auf den andern,und nähren sich von Fliegen undInsecten. Das Va-terland ist Ostindien und Africa.
Es giebt aber auch in America eine Art, die Amrri-noch hiehcr gehört, indem die Flügel gleichfalls nichtan die Vördcrsüße angcwachscn sind, und deren Ab- 'bildung wir Hb. 1.e. mitthcilen, weil sich dochein Unterschied zeigt. Es sind nämlich die Flügelnicht so rund, aber im Umfange gerader, und miteinem Saum eingefaßt. Der Sack an der Kehle ,der diesen Thicren vermuthlich stakt eines Kropfsdient, ist bcy etlichen dreyviertel Zoll lang, undhat zur Seiten an der Kehle deutliche Anhänge.
Die Farbe ist aschgrau mit weißen Sprenkeln, bcyandern schwarzbraun gefleckt, und an den Flügelnfahl rostfarbig; etliche sind auch braun am Körperund an den Flügeln weißlicht. Der Schwan; hatverschiedene Länge, woraus zu schließen ist, daßcs auch unter diesen Thieren manche Verschiedenhei-ten giebt.
2. Der Americanische Drache.
Draco l^raepos.
Das Kennzeichen dieser Art ist, daß die Flü- 2 .gel an den Vördcrfüßen angcwachscn sind, aber von ^meri«den Hinterfüßen abstehcn, wie Seba berichtet.
Herr Hourcuin beschuldigt das Exemplar, daß l-raenozcs zu sehr eingeschrumpft gewesen. Es stehet alsodahin, ob Seba auch geirrt habe, daß vielleicht dieFlügel nur durch Zufall an die Vördcrsüße angewach-sen gewesen. Dem sey wie ihm wolle, so spieltdoch die Lmneische Benennung auf diesen Umstand
an,