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Dritter Theil (1774) Von den Amphibien : nebst zwölf Kupfertafeln
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28 Dritte CI. l. Ord. Kriechende Amphib.

andern Thieren statt hat. Der Hals der Harnblaselauft mit der Oefnung des Endel - oder letzten Darmsgerade aus, so daß sie den Urin zugleich mit demUnrath lassen, wie solches bey dem Federvieh ge.schiehet. Das Mil; ist eyrund, und sitzt am ober»Darm feste» die Nieren sind platt, langlicht, undgleichsam aus vielen kleinern zusammengesetzt; dieBestandtheile des Herzens sind sehr weich, und starkmit den andern Gefäßen, die mit demselben Ge,meinschaft haben, durchflschten. Die Hcrzohrensind groß herabhangcnd, mit einer dünnen Hautüberzogen, und von schwärzlichter Farbe. Die Lun,gen sind sehr weit, und hangen mit ihrem unternTheile weit niedriger, als das Herz.

Ge- Wir haben oben schon erwehnct, wozu manKrauch. ^ Schildkrötendeckel gebrauche, und daß man dasFleisch derselben, wenigstens von den mehrestcnAr-ten, esse; wir wollen also jetzo nur hinzufügen, daßes eine vorzügliche Nahrung nicht allein der In-dianer, sondern auch der Europäer fey, die sichin den Indien aufhalten. Ja die meisten ostin-discben Schisse, die von Europa nach den In-dien fahren oder zurück kommen, halten um dcßwil,len an der Insel 1'^.lcenlion an, daß sie sich mitSchildkröten proviantiren können. Eben so wer-den jährlich von der Insel Mauritius oder Isis6e krarice zwey bis drey Schiffe nach Rodrigue;gbgeschickt, um einen Vorrath von Schildkrötenzu hohlen, welche der Guarnison und den Einwoh-nern ordentlich, statt des Fleisches, dienen, indemsich ihre Ladung durchgängig auf sieben bis achttau-send Land - und etwa fünf bis sechshundert Seeschild-kröten erstreckt, welche sie abschlachtcn und einsalzen,Wiewohl sie frisch geessen am besten schmecken, undauf allerhand Art wie Kalbfleisch zugerichtct werden, jawenn sie,am Spieß gebraten worden, nicht einmal vomKalbfleisch zu unterscheiden stich. Es ist an den

Schild-