Allge-
meine
Einlei-
tung.
i6 Allgemeine Einleitung
Wir hatten zwar schon im Jahre 1771. in einet,am 24. Iunius zur fcycrlichcn Begehung des erfreu-lichen Geburtsfesies unserer durchlauchtigsten Landes-mutter, gehaltenen akademischen Rede: cke 3<Zmi-r3n6a rerrim crestarum vita, effrxczue variojnüinüu 3L iriL0Mp3r3bi1i pretio, Anlaß ge-nommen , diese Materie nach Beschaffenheit des da-maligen Zwecks und der damit verbundenen Kürzeder Zeit in etwas zu berühren. (Siche: Erlang ge,lehrte Nachrichten des Jahrs 1771. hi. XXXIX.P 3 §- ZtZ) da aber der Gegenstand an und vor sicheiner ausführlicheren Betrachtung würdig ist, sowollen wir jetzo das Leben der Dinge nach seinemganzen Umfange in Erwegung ziehen.
So bald wir uns das Leben in dem weitläuf-igsten Verstände vorstellen, denken wir uns nichtsals eine Bewegung, ohne uns um die Beschaffenheitdes Körpers,' in welchem das Leben gesucht wird,zu bekümmern. Wenn wir aber sagen: dir Pflanzelebt, oder das Thier lebt, (welches nichts an-ders als eine diesen beyden Crcaturen besonders ei,genthümliche Bewegung ist,) so verbinden wir mitder Idee des Lebens schon auch den Gedanken vonder Struktur und dem Bcstandwesen des Körpers,und diese Verbindung der Ideen macht bereits denBegrif vom Leben undeutlich, da derselbe auf ge,
wissen