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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
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511
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io4- Geschlecht. Tauben, zu

nsmman find, und einigermassen den Ton , den sievon sich geben, ausdrucken sollen.

Die Farbe ist über dem Rücken grau, an derBrust rötblicht, und am Halse befindet sich einOmaner Flecken, mit weißen Strichen; der Schna-bel ist braun, und die Füße sind roch. Das Va-terland ist Indien. Man findet sie aber auch al-lenthalben in Europa, und man weiß, daß sie Zug-vögel sind, daher sie Ierem. VIII, 7. mit denStörchen, Kranichen und Schwalben in einer Claßestehen. Sie halten sich in den Wäldern auf. nistenin Bäumen, nähren sich von Heidcl, Gerste, Hanf-samen und dergleichen; legen zwey Eyer, brütenim Jahr nur zwcymal, lassen sich zahm machen,und gewöhnen sich ganz zu den Menschen. Weilsie reinlich sind, gegen ihre Gatten eine zärtlicheLiebe haben, und um selbige angenehm und anhal-tend kirren, so sind sie zum Sinnbildc der Reinlichkeit,Keuschheit, und einer aufrichtigen Eheliche ange-nommen worden. Die Zeichnung und Farbe ihrerFedern ist nicht bey allen die nämliche; denn etlichehaben an den Ohren einen schwarzen Flecken, diedahero in Engelland auch Lsrckovs, oder Ohr-tauben genennct werden, andere haben einen ordent-lichen schwarzen oder auch weißen Ring um denHals, welcher aus zweyen halben Monden beste-het , davon der eine die Kehle, der andere den Na-cken umgiebt , und deren Spitzen einander zwar zu-gekehrct sind , sich aber zugleich vorbcystreichen.Wieder andere sind über und über weinroth, mit ei-nem einzigen schwarzen halben Monde um den Na-Brust, aschgrauen Flügeln mit schwärz«

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