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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
Seite
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456 Zweyte Cl. V. Ord. Hühnerartige.

Federn besetzt, große schwarze Augen, einen langenstarken Schnabel, der weit klaftct, kleine gclblichteFlügel, die zum fliegen ungeschickt flnd; sein Steißist wie oben gesagt. Die Füße sind gclblicht, dickund kurz, und mit vier langen schuppigten Fingernversehen, welche mit schwarzen Krallen bewafnet sind.

Lebens» Er halt sich auf der Insel Mali! irius, und sonstart- in andern Gegenden Indiens auf, aaset in morästl»gen Gegenden, lebt sehr einsam, und wild darum auch1e Solitaire genennet. Sein Gang ist ernsthaft mitabgcmeßcnen Schritten; er macht sein Nest auf einenreinen kaufen Palmbaumblättcr, ist überhaupt reimlich, und putzt die Federn oft. Das Weibchen legtnur eil« Ey, wie einGäuseey, welches sie beyde wech-selswcise auöbrüten; sie ziehen ihre Jungen etlicheMonat lang auf, und lassen wahrend der Zeit keinenandern Vogel in der Nachbarschaft zu. Wenn sieangefochten werden, so verfolgt das Männchen diefremden Männchen, und das Weibchen die fremdenWeibchen. Wenn das Junge erzogen ist, lassen sie ervon sich, und sie beyde halten sich wieder zusammen.

Ob sie sich gleich vor den Menschen nicht scheuen,und leicht gefangen werden, so wollen sie doch nichtgefangen seyn; denn so bald das geschichet, fressensie nicht mehr, sondern hungern sich zu todc.

Anatom Man findet allezeit in ihren Magen einen SteinTcmcr- von brauner Farbe, runzlicht, und so groß wie einkung. Hühnerey: vielleicht ist dieses ein Vogel bezoar;wenigstens wetzen die Indianer ihre Messer andemselben. Im Frühjahre sind diese Vögel sehrfett, haben ein schmackhaftes Fleisch , und sind denIndianern ein angenehmes Wildpret.

98. Ge-