Z86 Zweyte Cl. Ordn. Stelzenläufer.
*v. und Rohr aufhält/ auch einen bessndern Laut von
her. sich gjebt, der daher entstehen soll, daß er den Schna-bel ins Wasser steckt, uno so den Ton hervorbringt,so ist er von den Deutschen: Rohrdommel oderauch Rohrtrummel, von den Lareinern undFranzosen aber Lmio, Lotsuru8, Lutorius,hmor; Englisch Littern und llirtour; Hol-ländisch Luwor und Koerckomp gencnnet wor-den, welche Namen den Ton dieses Vogels anzcigcn, dervon weiten einigermaßen wie das Gcbläcke der Och-sen klingt. Brifson macht eine besondere Classe vonRohrdommeln, wozu er verschiedene Reiher rech-net, die wir schon vorher beschrieben haben; aberder Rircer theiler sie nicht besonders ab, sondernstellt sie in eine Reihe mit den Reihern, dahin sieauch würklich gehören.
Inzwischen unterscheiden doch andere Völker die-sen Vogel von den Reihern, durch die eigenen Na-men, die sie ihm geben. So heißt er in Sachsenmanchmal wasserochs. In (Oesterreich Erd-boui; in Bayern ttortzhel; pohlnisth Ralcoder hunlc; Türkisch Oelve; portugiesischin Bretagne Oalerancl; Iraliänischl'l'omhottc» oder "l erradufo, und Ionston bil-det ihn unter dem Namen chlols-Icou ab.
Dieser Rohrdommel ist etwas kleiner als der ge-meine und eigentliche Reiher. Der Kopf ist vonoben schwarzlicht, und hat keine lange Federn, dochsind die Federn unten an der Kehle etwas langer,Der Rücken ist von oben muschelfärbig mit braunenQuerstrichen, Brust und Bauch bloßfarbig mit lang-lichten braunen Flecken. Die Schwanzfedern findzum Theil röthlicht oder rostfarbig, der Schnabel istoben braun, unten gelblichk. Die Füße sind gelb-lichtgrün. lab. XV.