206 Zweyte C!. H-Ordn. Spechtartige.
So allgemein der Guckguck auch in Europaist, und wie oft man ihn auch zu hören bekommt,so ist doch nicht leicht ein inländischer Vogel zu fin-den, der lange Zeit so unbekannt geblieben, undvon dem so viel fabelhaftes erzählet worden, alseben dieser. Viele Umstände sind auch würklichnoch unbekannt Von dem Unbekannten köunenwir nun nicht reden, und von dem Fabelhaftenwollen wir nichts erzählen; unsere Nachricht soll abso nach Möglichkeit zuverläßig seyn.
Gestalt. Ein erwachsener Guguck ist so groß wie eineTurteltaube, Die Farbe ist (wie Bristol, berich-tet) oben aschgrau, unten schmutzig weiß, in dieQuere braun gestreift. Der .Hals ist unten blaß asch-grau, die Schwanzfedern schwärzlicht, an den Spi-tzen weiß, davon aber die acht Mittlern am KielWeiße Flecken, und Nach innen zu weifte gesprenkel-te Rände haben, die äußern aber sind an beydenSeiten in die Quere weiß gestreift. Die übrigenFevern haben gleichfalls weifte Rände, aber dieCckeN des Schnabels sind gelb. Die Flügel habenaußerdem kleine röthlichte Fleckchen. Unten ist derLeib , so wie die Kehle, mit braunen und weiftenStrichen bandftet. Die Füße sind gelb, und dieAugenringe glänzend fahl, Der Herr Frisch hin-gegen zeichnet einen röthlichten, der zwar sonst Mitdiesem übereinkommt, bey dem aber alles, was injenem weiß war, röthlichtift, als die Bänder, Fle-cken und Rände. Vielleicht hat bey dem Alter die-ser Vögel einige Veränderung der Farbe und Zeich-nung statt, wie wir bey mehrern Vögeln wahrgc-nommen haben. Derjenige Guguck, den wir be-sitzen, stimmt mit der brissoniftven Beschreibungganz überein, hat aber kaum die Grösse einer Tur-teltaube , und die Spitze des Schnabels ist ein we-nig aekrümmet.
Die-