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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
Seite
151
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45. Geschlecht. Papageyen, izi

auf die Flecken der Hunde acht geben wollte, wieauf die Zeichnungen der Vögel, so brachte man eineerstaunliche Anzahl der Arten zusammen. Wir se,hen nicht ein, warum man die Wissenschaft der Na»turgeschichte durch allzuweit gehende Genauigkeit er»schwerer. Unserthalben messe man immerhin dieLänge und Breite der Federn, man theile sie nachZoll und Linien aus, man zirkle die Farben undFlecken ab. Wenn der Vogel ein paar Jahr alterist, lrift das ganze Maas nicht mehr ein, und wennder Vogel sich verfedcrt, oder in eine andere Jah-reszeit, oder in anderes Futter kommt, so verwan»dcln sich oft die Farben und Zeichnungen, und wennauch dieses nicht seyn möchte, so wird es, so langedie Welt stehet, nicht an neuen Naturspielen man-geln. Unsere Nachkommen können also einmal einganzes Rcposirorium von Folianten bekommen, dienichts als einen Catalogum von Vögeln enthalten.

Wir wünschen ihnen aber auch einen größer« Kopf,ein längeres Leben, und viel Gedult, um allesdurchlescn, und im Gedachtniß behalten zu können.

Kurz, wir sehen kaum die Hälfte für Arten, unddie übrigen alle für lauter Verschiedenheiten an, diesich durch die Läng: der Zeit bis ins unzählige ver-mehren lassen.

Obgleich die Papageyen von Natur keine Wör- Spracheter reden können, sondern es erst, ehe sie zwey Jahr der Pa-alt sind, lernen mäßen, so haben sie doch mehr als pageyenandere Vögel, eine Geschicklichkeit, Töne und Be-wegungen der Zunge vorzubringen, die sie unterein-ander verstehen, uud uns unbekannt sind. Wennalso in Indien etwa dreyßig oder vierzig Papa-geyen auf einem großen Baume sitzen, und sich un-tereinander lustig machen, so soll es da wie in einerIudcnschule zugehen, und ein recht spaßhaftes Ver-gnügen für einen Zuhörer fern.

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Wie