4Z. Geschlecht. Eulen. ioi
weiße Farbe ihren Grund in dem kalten Clima,denn man findet sie auch in Jßland und dem nörd-lichen Schweden; so wie man daselbst auch weif-st Falken, Rebhühner, Raben und andere weißeVögel findet. Wenigstens sichet man bey den haa-rigten Landthieren die weiße Farbe öfters als einMerkmal des Climats an, wie an den weißen Bä-ren, Hasen, Rennthieren und dergleichen. Willman nun die Farben der Vogel aus diesem Grundebcurtheilcn, so sehen wir nicht ein, wie man derglei-chen zu besonder» Arten machen könne, da es in derThat nur Verschiedenheiten find, die nicht weitervon einander abgehcn, als etwa ein Mensch ausMohrenland und aus Europa.
Eine etwas kleinere Tageule von grauer Farbewird in Eanada gefunden, dergleichen wir hier gn.IVl ab. lV. Hst. z. mittheilen. Sie ist nur dreyzehn üg. z.Zoll lang. Der Kopf ist flach, oben und in demNacken schwärzlicht, auf dein Rucken und an denFlügeln bräunlicht mit weißen Flecken gesprenkelt,unten weiß mit braunen Querstrichen an der Brust,und dimkelrothcn Strichen an dem Bauche und anden Füßen, welche bis an die Krallen mit schmutzigweißen Federn besetzt sind. Dex Schnabel ist weiß-licht, und die Nagel sind grau.
Es giebt auch, den Berichten des Herrn Ed-wards zufolge, noch eine ganz besondere Tageule ^ ^in Hudsons L>ay, welche von ihm die Sperber-eule genennet wird, und ein frecher Raubvogel ist,denn sie bleibet nahe bey dem Jäger oder Vogelstellersitzen, und sobald der Jäger einen Vogel mir einemFlintenschuß erleget hat, fallet diese Eule geschwindeju , um den erlegten Vogel wegzuranben, daß derJager sft zu spät kommt. Die An'.ericanernennen diese Eule Eoparcrcoih. Sic bat längere