Druckschrift 
Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

92 Zweyte Cl. I. Ordti. Habichte.

^-

4 Z. Geschlecht. Die Eule. 8rnx.

I D nter den Eulen werden alle diejenigen Raubvc-Ge» gel verstanden, welche den Tag über schlaffen,

schlecht- ja wegen der Beschaffenheit ihrer Augen nicht ein-Beuen« mal bey Tage sehen können, sondern nur des Nachtjnung.. fliegen, und alsdann auch gut sehen. Die

Geschlechtsbencnnung drinx, ist von dem heische,ren Geschrei) hergenommen, welches diese Vögelvon stch geben; jedoch werden ste auch in Hl,o.nes, oder -.^orneulen, Franrösiseb blibou,^ollänvlscb bckuttuic. Deurscb Schuhu; undin 8rrigc-8, oder Aarzenculen, FranzösischLkarliu-tnr. <,ollandisc1.) welche keine

Ohren haben, eingerheilet.

Ihr Schnabel ist ein krummer Hacken, hatschkchts a^er kein Nasenwachs, sondern statt dieser HautKennzei« bürstenarlige Federn, die rückwärts liegen. Derchen. Kopf ist sehr gros, und stehet überhaupt einem Ka-tzenkopfe ziemlich gleich. Die Augen sind sehr groß,die Zunge ist gespalten.

Ausser diesen Kennzeichen giebt der .Herr ?ns>son noch folgende an: Die Ohrculöcher sind sehrweit, und mit einer dünnen Haut überzogen. DerAugenring bestehet aus baartartigcn Federn, wel-che von den Augen, als aus einem allgemeinen Mt'telpunct ausgehen, und ein Feld verstellen, worin-nen die Augen stehen. Der äußere Finger kann sichHinterwerts drehen, und verrichtet alsdann die Diensteeines hintern Fingers, daher man ihnen zweyhin«tere Finger zuzueignen pflegt.

Einige dieser Vögel haben auf dem Kopfe Mbesondere lange hervorragende Federn, die wie

Hör-