41. Geschlecht. Der Geyer. 5Z
mit einer braunen Wolle und einem länglichten Kamm I.bekleidet. Die Kehle ist kahl, und röthlicht. Der Cunkuc.Schnabel und die Füsse sind schwarz, die Klauen et,was gerade, damit sie nicht zu viel schaden mögen.
Das Vaterland ist Peru und Chili. Sie tragenKälber, Schafe, ja auch zehenjährige Knaben da»von. Awey Vögel können eine Kuh antasten, zer»reisten und verzehren. Wenn sie herunter auf dasLand fliegen, machen sie mit ihren Flügeln ein sol»chcs Geräusche, daß man fast taub wird. Sie sin-die größten Vögel, die in der Welt bekannt sind.
Allein wir dürfen nicht nach Peru oder Ckilireisten, um solche Vögel zu suchen. Vor etlichenJahren wurde in der Schweirz am Thuner Seeim Canton Bern ein Vogel erlegt, der eben ei»
Kind davon tragen wollte, besten Flügel vierzehnSchuh in der Breite bedeckten , und zu Ende desJahrs 1749. wurde in Frankreich in Dauphineein Vogel von den Bauern erschossen, und den rr.Decembcr dem König präscntirct, besten Flügel inder Breite sechzehn Schuh und vier Zoll auötrugen.
Er war weiß, hatte aber um den Schnabel bunteFedern. Vielleicht war es ein Ueberflicger, dermit einem westlichen Sturm aus America gekom.men.
2. Der Räuber. Vulrur ^
Harpyi'a ist der Name von drey erdichteten hZlli.schon Raubvögeln, und weil dieser Vogel im Rau.bcn alle andere Vögel überrrift, so haben wir ihnden Räuber gcnennet. Die Americaner gebenihm den Namen: Vrquauckli. Die Brasilia»ner: Ururausana. Bey den Engellandern wirder der Adler von Oronoko gcnennet, und Brissonhat ihn unter dem Namen Haubenadler, zu denAdlern gerechnet.
D z
Die-