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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
Seite
18
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18 Einleitung

Linlei- länglich stark seyn müssen, die Luft zu schlagen, daßtnng. stch der Körper dadurch aufheben kann. Bey diesemBau kommt es nun auf einen Hauptumstand an,nämlich auf die Kraft derjenigen Muskeln, welchedie Flügel bewegen müssen, und dieses sind die zweyBrustmuskeln der Vögel, die beyde grösser und schweh-rer sind, als alle übrige Muskeln ihres ganzen Kör-pers zusammen. Durch die Größe dieser Muskelnhat sie die Natur erst in dem Stand gesetzt, ihre Flü-gel recht zu gebrauchen und zu regieren.

Wenn man nun diejenigen Muskeln dargegenvergleicht, welche der Mensch und die vierfüßigenThiere haben, um die Vördcrarme zu regieren; soist leicht abzusehen, warum sie nicht fliegen können:denn ihre Muskeln sind dazu verhältnißmäßig vielzu schwach und zu klein, und wenn sie sich auch diebesten und längsten Flügel an den Armen anbindenwollten, so würde es ihnen allezeit an Kräften man-geln, solche Schläge in der Luft zu thun, dadurchihr Körper könnte in die Höhe gehoben werden; zugeschweige«, daß derselbe viel zu schwehr ist, und sichnicht durch Einlassung der Luft leicht machen kann.Ausserdem stehet auch bey Menschen und Landthierender Schwehrpunkt im Weg, daß sie sich niemalendurch Flügel in die Höhe heben können ; wobeynoch anzumerken, daß insbesondere derjenige Ort,wo sich die Sennen der Brustmuskeln in die Flügelder Vögel einsenken, schon eine kleine Zuckungder Muskeln, die Bewegung der Flügel verursachet/welche einen halben Zirkel beschreibet.

Aeuss Um aber nun auch den äußern Bau der Vögel

rerBau. "och in der Kürze durchzugehen: so ist der Kopf derVögel verhältnißmäßig klein, um die Luft besserdurchzuschneiden; der Hals lang, um den Schwehr-punkt zwischen den Flügeln zu erhalten; der Kiefer

na-