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Zweyter Theil (1773) Von den Vögeln : nebst 28 Kupfertafeln
Entstehung
Seite
12
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12 Einleitung

Cinlei- aber, daß die Verdauung bey diesem Vogel nichtrunz. durch die Reibung, sondern durch eine besondereFeuchtigkeit des Magens bestehe, welches der HerrReamnur gleichfals besichtiget. Dahingegen sinddie Raubvögel mit einem solchen Schnabel versehen,der ihren Raub Zerfetzen, in kleine Stücken zcrreis-scn, und zur Verdauung desto geschickter machenkann. So können wenigstens die Papagaycn Kör-ner aufbeissen, und das, was ihnen zum Verschlu-cken zu ha t ist, mit der Zunge unter der Schneidedes Schnabels stoffen, damit sie cs zuvörderst kleinmachen, wie sie denn auch einigermassen Wiederkauen.

yr„» Einige der Raubvögel, deren Schnabel wieschieden« ein Hacken umgeknimnict ist, bedienen sich auch des«heit der se!' -.u, um sich damit an die Aeste der Baume an-Echna« z„ba gen, und jeder besondere Bau der Schnäbelch nach der Lebensart eingerichtet. So haben zumEpcnpcl die Elster, Raben, und alle dahin gehöri-ge Vogel einen keilförmigen Schnabel, um damitzu hacken, damit sie knochenharte Körner und der-gleichen m t Gewalt entzwcy schlagen, und zu deninnern Thcilcn kommen können. Der Schnabelder Schwanen, Gänse, Enten und aller übrigenVögel, die sich vom Grase, den Meerlinsen oder Was-serpflanzen ernähren, ist hingegen auf beyden Seitenfägeftrmlg gezähnelt, so daß er inwendig einemReibeisen gleich sichet, damit sie die glatten Kräu-ter anpacken, und gleich fest halten können; über-dies bedienen sie sich ihres breiten Schnabels gleicheines Siebes, um das übrige Wasser durchzuscihen.Die sogenannten Stelzenlaufer, oder langbeiniqtcnVögel, haben nicht umsonst einen sehr langen Schna-bel, denn sie haben denselben nöthig, um in demMorast nach den verdeckten Wurmen und Insectcnzu fühlen, und also ihre Nahrung hervor zu suchen.Der Hühnerschnabel ist zum Herbeyscharren und Auf-