Druckschrift 
Biblia, Das ist: Die gantze Heil. Schrift Altes und Neues Testaments : Nach der Teutschen Uebersetzung D. Martin Luthers: Mit iedes Capitels kurtzen Summarien, auch beygefügten vielen und richtigen Parallelen; Mit Fleiß übersehen und gegen einige, sonderlich erstere, Editiones des sel. Mannes gehalten; auch an unterschiedlichen Orten nach denselben eingerichtet, und von vielen in den bisherigen Exemplarien hin und wieder eingeschlichenen Druckfehlern gesaubert. Nebst der Vorrede Des S. Hrn. Baron Carl Hildebrands von Canstein
Entstehung
Seite
973
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Ä

Mistigkeit. (Lap.is.ro.) Jesu-, Sirach. M ißbrauch Ser znnge.

^o. Hast du etwas gehöret, last cs mitdir sterben, so hast du cm ruhig gewissen:

Wn du wirst)» nicht davon bersten.

ii. Aber ein narr bricht heraus, wieMitig kind heraus will.

ir. Wenn ein wort im narren steckt:

Weben, als wenn ein pfeil in der Hüfte^lkt.

Sprich deinen nächsten drum an.

Weicht Halters nicht gelhan: oder hatns gelhan, dast ers nicht mehr thue.

14. Sprich deinen nächsten drum an,

Weicht hat ers nicht gcredt: hat ers«der gcredt, dast ers nicht mehr thue.

1;. Sprich deinen freund drum an, dennim leugcl'gcrne auf die lenke: darumglaube nicht alles, was du hörest.

iö. Es entfahret oft einem ein wort, undnmnets doch nicht also: denn'wer ist,dem nicht zuweilen ein wort entfahret ?

17. Sprich deinen nächsten drum an, chedu init ihm pochest: und drucke an KSttes

S7,

«.Denn -ie'surcht ODttes machet weis-lich thun in allen fachen, und KDlles ge-bet lehret klüglich fahren in allem Handel.

w. Krg!istig?cit ist nicht Weisheit, undder gottlosen tückc sind keine klugheit:

-0. Sondern es ist eine boshcil und ab-gSncrei), und eitel thorheit und unweisheit.

21. Ls ist bester geringe klugheit mitMssurcht, denn graste klugheit mit ÄSt-leS Verachtung.

Es ist mancher scharfsinnig und dochei» schalck : und kan» die" sache drehen, wieer-haben will.

2z. Derlelbige schalck kann den kopfheu-ge», und ernst sehen: und ist doch eitel be-trug.

24. Er schlagt die äugen nieder, nndhorchet mit schalcksohrcn: und wo dusicht acht aus ihn hast, so wird er dichübereilen.

Und ob er zu schwach ist, dir schadenl» thun: so'wird er dich doch, wenn er seine!«it stehet, berücken. " 2 Ham. iz, 28.

rü. Man siehcis einem wol an, und einvmiiinftiger merckel den mann an seinenWerden.

27. Denn seine kleidnng, lachen undMg zeigen ihn an.

Das 20 Lapreel.

i.^H strafft einer oft seinen »aasten zurv»' unzeit: und lhate weislicher, dast erschwiege.

. 2. Es ist bester frech straffen, denn hci'.n-lich hast tragen.

z. Und wers zu danck an»imt,dcmbringcks frommen.

4. Wer gemalt Übet im gerichl: der isteben als ein Hofmeister, der eine Mgsrauschändet, die er bewahren soll.

5. Der eine schweiget, darum, dast ersich nicht kann verantworten:

ü. Lin ander aber "schweigetund war-tet seiner zeit. " Mrest. z, 7.

7. Ein weiser mann schweiget, bis erseine zeit erstehet: aber eiMch'er narr kannder zeit nicht erharren)"^"

8. Wer "viel plaudert, der machet sichfeindselig: und wer sich viel gewaltS an-mastet, dem wird inan gram. " Spr.io,ip.

s- Es glückt manchein in bösen fachen,aber es gedeget ihm zum verderben.

10. Ls gibt oft einer etwas, da ersübel anleget: dagegen gibt einer, da er-seht-wohl anleget.

n.Mer sehr pranget, der verdirbst ürii-ber.wcr sich aber drückender kommt empor.

12. Mancher kaufst am ersten wohl-feil, aber hernach must ers theuer gnugbezahlen.

1;. Eia weiser mann machet sein ge<schenck werth init lieblichen warten: aberwas die narren schencken, mache» sie selbstunwerth.

14. Des narren geschenck wird dir nichtviel frommen: denn mit einem äuge gibter; und mit sieben äugen stehet er, was erdafür kriege.

1;. Ergibt wenig,nnd'rücketeinem vielauf: und schreyets aus, als ein weinrüsfcr.

>c.iz,,s. c.4i,rs.

16. Heute leihet er, morgen will erswieder haben: das sind feindselige ieute.

17. Der narr klaget: Miristnieman-lreu, niemand danckct mir für meinewohlthat;

18. Auch die mein brodt esten, redennichts guts von mir.

19. S wie oft und von vielen wird erverspottet!

»o.Er