Druckschrift 
Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
463
Einzelbild herunterladen
 

Z5. Geschlecht. Das Schwein. 46z

Von dieser Art werden nun drey Verschieden- i.Heiken angegeben. Sau..

ä. Das wilde Schwein, äper.

Es hat längere Hauzähne, einen länger«

Kopf und gröber» Rüssel, als das zahme; es ist fastallenthalben/ in den Mittlern und südlichen Gegen-den EuropenS/ ein Einwohner der dicksten Wälder/und uns Deutschen in der Jagd hinlänglich bekannt.

Dir Haut ist schwarz / grau oder bräunlicht / undwird mit der Zeit/ dieweil diese Thiere sich immer anharzigte Bäume reiben / hart und panzerartig. Siefallen wütend an / insonderheit wenn sie Junge ha-ben, oder geiagt werden/ und man muß sie mit demFangeisen wohl treffen/ wenn man nicht in Lebens,gefadr kommen will. Sie helfen einander / gleichwieallch die zahmen thun / indem/ wenn eines anfängt zugrunzen / die Nachbarn herzueilcn / um ihm beyzuste-hcn. Sie werfen vier bis sechs Frischlinge/ übri-gens sind sic untereinander gesellig/ und laufendstHaufen zusammen. Des Tages über stecken sie imMorast in den dicksten Wäldern/ und kommen d«SNachts zum Vorschein/ da sie denn die Wiesen auf-wühlcn, und den Feldern viel Schaden thun. Ueberdreyßig Jahre werden sie nicht alt/ ob sie gleich großser und stärker sind / und eine mehr abgehärtete Na-tur haben, als die zahmen Säue.

Zu dieser wilden Art gehören noch andere wildeMen und Verschiedenheiten, die in andern Gegen-den und außer Europa angetroffen werden, als

b. Das Chinesische oder SiamischeSchwein.

Es ist gegen vier Schuh lang, hat über denNacken und Rücken sechs Zoll lange Borsten, und

übrigens

b.

Chjnef,