zz. Geschlecht. Das Pferd. 455
oder das Maulchier genennet wird. Davon macht der 2.Witter zwcy Bastardarten namhaft: Mnu,
Das Maulthier, dessen Vater der Esel, Maulund die Mutter ein Pferd ist, Klulus.
6. Das Maulthier, dessen Vater ein Pferd,und die Mutter ein Efel ist, ttinnus.
Diese Thiere haben die vermengte Art von Vater undMutter, und sind starke Lastträger/ die mit drey/vier, und mehr Centnern beschweret werden. Bey-de Arten aber sind, nach dem Linne, unfruchtbar;doch führet der Herr Houtruin ein Beyspiel aus Pa»lermo in Stellten an, wo eine Mauleselin im Iahr170z. ein Füllen zur Welt brachte. Wenn mattalso die Unfruchtbarkeit dcrMaulthiere behauptet, soist wohl der Verstand dieser, daß ein Maulesel miteiner Maulcselin nichts hervor bringen könne. Dochsoll es in Syrien und in Africa solche geben, die sichwirklich fort^flanzen; wenigstens sind sie sehr geil,und dabey tückisch.
Hierzu könnte man auch die oben angeführtett DchseruOchsenesel in Auvergne rechnen, wcl , - Elel,
Lii und genennet werden. Sie sollen von ei- ,- 5 ^tiem Stier und einer Eselin oder Pferdstute entste- Mrd,hen, einen Kopf und Schwanz wie eine Kuh, abereinen Körper und Füsse, wie ein Pferd oder Esel,auch kurze Erhöhungen auf dem Kopfe wie Hörnerhaben. Sie werden für stärker gehalten als die or-dentlichen Maulthiere, und dienen in Savoyen undPiemont, die Lasten über das Gebirge zu tragen.
Uns sind sowohl die Thiere selbst, als ihr Ursprungunbekannt, und haben wir dieses blos aus den Nach-richten des Herrn Hsmruyns anführcn wollen.
Ff » z.Da»