Disam-fackletn.
2 .
Afric.
NN3.
Denen«
nung.
Z76 Erste Cl. v. Ordn. Wiederk. Thiere.
kürzer, und endlich am Kopfe, Halse und Füssen sehrkurz, jedoch sanft und fein.
Der Bisam Beutel befindet sich kurz hinterdem Nabel, ist drey Zoll lang, und zwey Zoll breit,und raget ohngefähr einen Zoll heraus, obgleich csder langen Haare halber, wo sich der Beutel be-findet, nicht in die Augen fällt. Die Feuchtigkeit,'die sich in diesem Beutel sammlet, stehet wie geron-nen Blut aus, bestehet in glanzenden Körnchen undhat einen ausserordentlich starken, und vor mancheNase eckelhaften Geruch; wenigstens ist keine rie-chende Sache bekannt, die ihren Geruch so sehr aue-brcitct und so lange Zeit behält, als der Bisam,denn auch das kleinste Körnchen theilet einem Schrankeeinen Geruch mit, der in vielen Jahren nicht wie-der hcrauszubringen ist. Es ist daher eine Arzney,welche in Ohnmächten, Mutterbeschwehrungen,Engbrüstigkeit, Herzklopfen und dergleichen gebrauchtwird, aber auch viele schädliche Zufälle denen erre-get, welche solchen nicht vertragen können.
2. Afrikanische Moschus, ülosckus
Orimmiu.
Da der Ritter davor hielte, daß dieses Thierkeine Hörner habe, so hat er cs mit in dieses Ge-schlecht gebracht; allein die Männchen führen aller-dings zwey kurze gerade spitzige Hörner, und darumwird es vom Herrn Pallas unter ein besonderesGeschlecht, welches er^nnlopz nennet, und das zwi-schen dem Hirsch und Ziegengeschlecht das Mittelhält, gesetzt. Der Name Orimmia aber kommtvom Docr. Grimm her, der zuerst, und zwar voneinem* Weibchen ohne Hörner, eine Beschreibunggegeben; der Herr Buston aber bekam einen Kopfdieses Thieres mit Hörnern und erklärete denselben