Deutcl-
ratze.
bilsrsu-
pisU;.
Der
Beutel.
Lebens-
art.
290 Erste Cl. m. Ordn- Raubthiere.
Was nun den Beutel betrift, den das Weib-chen am Untcrleibe führet , und der diesem Thiereden bcsondern Namen giebt: so ist derselbe nichtsanders, als eine verdoppelte Haut, gleich einerauf-geknüpften Weste. Die Höhle , welche diese Ver-doppelung macht / hat die Weite eines Ermels, wor»ein man eine Faust stecken kann. In diesem Sackkriechen die nackten und blinden Jungen hinein, uman den daselbst befindlichen acht Zitzen zu saugen,und sich zu erwärmen, auch allenthalben von derMutter herumgeführet, und mitgenommen zu wer-den.
So lange das Weibchen Mit den Jungen zuthun hat, bekümmert cs sich um das Männchen garnicht, sondern spielt unaushörlich mit ihren Kindern;legt sie m die Sonne, leckt sic, streicht sie wiedermit den Händen ab, daß sic recht schön werden,steckt sie in den Beutel, und trägt sie vorsichtig, daßsie nicht gedruckt werden. So bald aber die Jungenerwachsen sind, jagt sie selbige von sich, folget aber im-mer von ferne, um in den ersten Tagen zu sehen, wiees ihnen gehe, und ihnen allenfalls noch einmal zuHülfe zu eilen. Das Männchen hingegen belusti-get sich m einem Walde, und macht, nach Akt derAffen, tausenderley lächerliche Gestalten, wie siesich denn auch gleich den Affen bäumen, und aufden After niedersctzen. Sie können übrigens gutund geschwinde klettern , halten sich viel auf denBäumen auf, essen Früchte und Blätter, stellenden Hühnern nach , und lieben das Zuckerrohr.Wenn sie von Hunden gcjaget werden, ziehen siesich zusammen, und stellen sich kod, wodurch siesich retten ; denn die Hunde heissen nicht an, undfressen diese Speise nicht.