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Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
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1k. Geschlecht. Das Seekalb. 195

Der oberen Schneidezähne sind sechs, welche Ge«gleichwcit sichen, und davon die ausscrn die breite- schlecht«sten sind. Im untern Kiefer stehen nur vier Schnei- kennzei,dczähne. Diese sind gleichfalls gleichweitig, aber et-was von einander geruckt, von gleicher Grösse, undstumpf auslaufend. Die Hundszähne stehen obenvon den Schncidzähnen, und unten von den Ba-ckenzähnen abgesondert. Der Backenzähne sind fünfoder sechs an der Zahl, und haben drey Spitzen.Aeusserlich sind keine Ohren vorhanden, die Hin-tcrfüsse sind hinten zusammen gewachsen. Eshatte der Ritter unter dieses Geschlecht vormalsauch den wallruß gebracht, weil aber derselbekeine Schneidczähne hat, so ist er billig aus diesemGeschlecht weggenommen, und, wie wir schon obengesehen haben, dem Geschlechts der Seekühe bcy,gezählet.

i. Der Seebär, kkoca Urssns. ^

Die Beschreibung, welche uns Steller von Seebärdiesem Thier gicbct, ist ungcfchr diese: Die Länge ^run-r.ist sechs Schuh fünf Zoll, die Dicke im Umfang fünfSchuh, doch am Schwänze nur einen Schuh achtZoll. Die Haut ist dicke; bey den Männchen mitschwarzen, und bcy den Weibchen mit aschgrauenHaaren ganz dicht besetzet. Der Kopf sichet ei.ncm Bärcnkopfc ziemlich ähnlich. Der Bart beste,hct aus langen weissen, jedoch dünne stehendenvürstcnartiqcn Haaren. In beiden Kiefern bcsin,den sich spitzige Zähne, nämlich zwanzig oben,und scchzehen unten. Die Augen sind wie Ochsen,äugen, die Ohren klein, steif und spitzig, und ha,bcn nur einen engen Eingang, welchen sie, wennsic zu Wasser gehen, zuschiiessen können. Der Halsund der obere Theil des Körpers ist dicke; nachden Lenden zu aber, nimmt die Dicke schnell ab.

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