Druckschrift 
Erster Theil (1773) Von den säugenden Thieren : mit 32 Kupfern
Entstehung
Seite
153
Einzelbild herunterladen
 

4. Geschlecht. Die Fledermaus. 15?

breit, und hat an selbiger wenig Haare. Etliche sindfuchsroch, andere schwärzlich, mehrentheils aberist das Vorderste des Kopfs fuchsrorh , und darumnennen cs die Franzosen Kouüerce. Brissön be-schreibet noch eine Verschiedenheit, welche braunist, einen rochen Hals hat, und in dem Renumüri-schen Cabinct befindlich war. Der Leib war nur5^. Zoll/ und der Kopf i^. Zoll lang, von derInsul Bourbon.

2 . Der Flatterer, Veipertüio, 8xeÄrum.

Es wird dieses Thier gewöhnlich der fliegen-,de Hund von Neu Spanten in Südamerikagenennet, woher es auch Seba erhalten hatte.Siehe k. 2 . Die Nasenlöcher sind trich-

terförmig und endigen sich in ein aufgerichtetce lan-zettcnförmiges Blätgen, welches auf der Nase ste-het , die Ohren oval, und inwendig mit einemschmalen häutigen Strich besetzt. Es hat vier Vörder-zähne, einzelne grosse Hundszähne, welche anschliesicn;die vördcrste Backenzähne kurz und stumpf. DieVörderhände haben vier Finger, davon der erste andem zweyten sitzt. Der Daume ist kurz und hat einenkrummen Nagel, wie die fünf Zähen an den Füssenauch haben, die alle gleich lang sind. Die Fersengeben an dem Rande der fliegenden Haut eine Sennein Gestalt einer Pfrieme ab, welche zwischen denHinterfüssen bis an den After auslarssen, aber nichtzusammen kommen. Die fliegende Haut ist mem-branös, hat dicke Adern, keine Haare, umgicbkden After, an welchem kein Schwanz ist, der Kopfflehet, wie au dem vorigen, einem langen Hundskopfegleich. Die Brüste sind wie. Weiberbrüste, undmit einer Warze besetzt.

L.

Uiiae-

schwänz.

s.

Flatter.

Lpeelu-

rum.

I'ab.

VIII.k.2