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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
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275
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Der Abschnitt. 275

mit dem dazu gehörigen gebrochenen Winkel HOTfinden. Mehrmahls wiederhohlte Versuche habengelehret, daß die Sinus dieser Winkel, wenndie. brechende Masse dieselbe bletbr, in einer-ley Verhältnis bleiben, wie sich auch die Höheder Sonne, und mit ihr der Neigungswinkel HOTändert. Beyin Glase findet man allemahl tin HOT: im HOT z : 2, oder noch genauer zr : 20,und beym Wasser iinHOT : TmHOT 4 : g, oder -genauer 529 : Z96 1000 : 748. Man nenntdies Verhältniß vom Sinus des Neigungswinkelszum Sinus des gebrochenen Winkels das Verhält-nis; der Rcfracrion. Dasselbe ist bey einerley bre-chenden Masse einerley, bey verschiedenen brechendenMassen aber verschieden. Je kleiner indessen derNeigungswinkel ist, desto kleiner ist allemahl der ge-brochene Winkel, und mit jenem verschwindet auchdieser. In jeder brechenden Masse geht alsoder senkrecht auffallende Strahl ungebrochendurch.

82. §.

Ueberhaupk behält einsichtstrahl nur so lange seinegradlinichte Richtung, als er sich in einerley durch-sichtigen Masse von einerley gleichförmigen Dichtig-keit befindet: er wird auch alsdenn gebrochen, wenner aus der dichter» Masse in eine dünnere übergeht,^und die Flache, worin beyde Massen an einandergranzen, ist alsdenn wiederum die breclxmde Flache.Wenn man einen Sonnenstrahl 8O durch eine kleine 7 xOefnung in ein finsteres Zimmer fallen läßt, worinman das gläserne Parallelepipedum HL dem einfal-lenden Sonnenlicht ausgesehk und so befestiget hak,daß die horizontal liegende Grundfläche HK, wcnig-

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