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3 (1780) Die optischen Wissenschaften
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Die Optik.

46. §.

Wenn 0 ein Punct auf der Oberfläche eines kör-perlichen Gegenstandes Lj) ist, der dem 'Auge untereinem nicht ganz unbeträchtlichen Sehewinkel er-scheint; so wird 6 immer andre und andre Puncteder Oberfläche jenes Gegenstandes zu bedecken schei-nen, wenn das Auge seine Stelle ändert. SindL und I) die beyden äussersten in der Ebene Oll-» lie-genden Puncte auf der Oberfläche des Gegenstandes,so scheint 6 vonL nach V darüber wegzugehen, wenndas Auge aus 0 nach s- rückt: so lange aber kann knur irgendwo in L eine Stelle auf LI) einzunehmenscheinen, bis der Unterscheid der Parallaxen beyderPuncte dem scheinbaren Durchmesser des Objects LVgleich wird. He grösser dex Unterscheid 6L der Ent-fernungen 06 und OL der Puncte 6 und L vom Au-ge ist, desto merklicher wird sich 6 auf LV zu bewe-gen scheinen, wenn das Auge seine Stelle ändert,und das allemahl auf eine der Bewegung des Auges. entgegen gesetzte Art. He kleiner dagegen 6L ist, oderje näher 6 dem Punct L liegt, desto weniger wird llseine Stelle auf LV zu ändern scheinen, wenn dasAuge O seine Stelle ändert. Wäre also 6 selbst aufder Oberfläche LV befindlich, wie wenn es etwa ei»Flecken, oder sdnst eine kenntliche Stelle wäre, somüste derselbe auf L seine scheinbare Lage auch unver-ändert behalten, wenn gleich daö Auge nicht unbe-weglich an einer Stelle bliebe. Wäre 6 kein blosserPunct, sondern ein sichtbarer Gegenstand von einermerklich scheinbaren Grösse; so würde eben das vonjeden, dem Auge zugekehrten Punct desselben gelten,was bisher von 6 als einem einzelnen Punct betrach-tet, ist gesagt worden.

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