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Steinhöwels Äsop
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[146**] AVIANI FABULE SEQUNTUR.

115. Fabula prima de rustica et lupo. 1

Rustica deflenti puero iuraverat olim,

Ni taceat, rapido quod foret esca lupo.

Credulus hanc vocem lupus audit, manet ille,Pervigil ante fores, irrita vota gerens.

Nam lassata puer nimium dat membra quieti,Spemque raptori sustulit inde fames.

Hunc ubi silvarum repetentem lustra suarumIeiunium coniunx sensit adesse lupa;

Cur, inquit, nullam defers de more rapinam,Languida consumptis, sed trahis ora genis?

Ne mireris, ait, deceptum fraude malignaVix miserum vacua delicuisse fuga.

Namque predam rogas, que spes contingere posset,Iurgia nutricis cum mihi verba darent?

Hec sibi dicta putat, ac se sciat arte notari,Femineam quisquis credidit esse fidem.

[202 a ] Die erst fabel von der piiwrin und dem wolff.

Weihe wybes Worten gelouben wöllent, die werdent gar offt be-trogen. Dar von höre ain fabel. Ain wolff ward uff ain zyt von demInniger bezwungen uß dem wald ze gaun, im, synem wyb und hindernumb die spys. Er schliche umb ain hus in hoffnung aines roubes, darinn höret er ain muoter mit ierem warnenden kindlin reden, und ge-stillen mit söllichen Worten: Schwyg, oder ich gib dich dem wolff, dazer dich freße! Den selben Worten geloubet er und wartet also die

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l Avian 1. Wolf gerufen, Av. 1; Pauli 90, vgl, 81; Kirchhof 7, 41.