715
Alle Anstrengungen deS kleinen Restes der preußischen Ar-mee, sich, >>n Verein mit einem mächtigen Verbündeten, dem Jocheines übermächtigen und übermüthigen Feindes zu entziehen,waren vergebens gewesen, und in Betracht dessen, was das großeRußland leisten konnte und was es geleistet hat, darf man nichtverkennen, daß es für Preußen noch weiterer Trübsal bedurfte,um es wiederum zu einem gesunden inneren und äußeren Lebenerstehen zu lassen. Und in der That, alles Leid, welches in denunheilvollen Kriegsjahren über das Volk kam, alle Kränkungen,Ae es von dem rohen Uebermuthc Napoleons auch nach demstrieze zu ertragen hatte, sie haben Preußen nur zur Gesundheitgedient. Die Jahre der größten Schmach wurden zugleich diedes größten Ruhmes Ja, Preußen darf sich rühmen der stand-haften Demuth, mit der es das Gericht Gottes getragen, dasihm Macht und Größe genommen hatte. Es darf sich rühmendes Erstarkens der Bande der Liebe und Treue zwischen demVolle und seinem Königshause in dieser schweren Zeit. Es darfsich rühmen einer nie gekannten Opferwilligkeit, mit der es diefast unerschwinglichen Forderungen des Feindes befriedigte, aberzugleich in weiser Besonnenheit einen Kampf auf Leben und Todgegen denselben vorbereitete. Es darf sich rühmen des einigen,tvdesnnithigcn Sinnes, als dieselbe Hand, welche Prenßen in denStaub geworfen, dem Unterdrücker ein Ziel gesteckt hatte, an demes hieß: Bis hierher und nicht weiter!')
t) Das Wenige, was über die Blokade von Graudenz gesagt werdentaiin, wird in dem vierten Bande seine Erledigung finden.
Ende des dritten Bandes.