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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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Das Korps hatte die schwierige Aufgabe, Königsberg zudecken, aber auch zugleich die Armee des Generals Bennigsen zuunterstützen und im Fall einer Hauptschlacht nicht zu fehlen.

Der General Rüchel, Gouverneur von Königsberg, hatte anpreußischen Truppen zur Disposition: das 3. Musketier-Bataillonvon Kropf, das Krockowsche Freikorps von der Besatzung vonNeu-Fahrwasser, 4 Reserve-Bataillone des Majors Marschall, sowie daS Freikorps der Rittmeister Raven und Ledebur, etwa200 Pferde stark, und eine 12pfünder Batterie Bratz, die nochbei Pillan stand und zum L'Estocqschen Korps gehörte.

Auf der frischen Nehrung stand der Oberst Schüler vonSenden mit den Resten der Füsilier-Bataillone Pelet und Rühle,einem pommerschen Reserve-Bataillon, sämmtlich von der Besatzungvon Neu-Fahrwasser, den Resten deS Füsilierbataillons Bülow,dem 1- Bataillon vuo. Besser, den russischen Regimentern Tobolskund Polozk, dem Freikorps des Rittmeisters Möllendorf, 2 Schwa-dronen Heiking- und Herzberg-Dragoner und einem Pulk Ko-saken- Das Retrauchement am Balgaschen Tief war mit 12 Ka-nonen besetzt.

Im Rücken der Armee standen noch 12 Reserve-Batailloneunter dem Oberstlieutenant Bronikowski bei Gumbinnen, von wel-chen jedes zwar ö0 » Mann zählte, aber Mitte Juni erst etwasüber ^ wehrhafte Mannschaft aufweisen konnte; ferner einige neuformirte Schwadronen und mehrere Kavallerie-Depots-

Nach Pommern waren im Laufe des Mai'S eingeschifft wor-den: das Füsilier-Bataillon Schachtmeyer, das Grenadicrbat. Braun,das Infanterie-Regiment Rüts, die beiden Schwadr. Königin-Dragoner, 2 Schwadr. Blücher- und Rudorf-Husaren, sämmtlichvom L'Estocqichen KorpS; ferner aus Ostpreußen das Grenadier-Bataillon Wangenheim, das Reservebat. Sierakowski, 200 Jägerunter dem Hauptmann Gofsin, eine reitende und eine fahrendeBatterie und das Marwitzsche Freikorps,') endlich die Kavalleriedes Schillschen Korps von Kolberg aus.

I) Auf den Antrag des bei Prenzlau gefangen genommenen Rittmei-sters d. d. Marwitz auf Friedersdorf bei Küstrin hatte der König genehmigt,