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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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Trotz dem, daß der M. Massena Napoleon davon unter-richtet hatte, daß das Essensche Korps nicht über 16,000 Mannzähle, hatte derselbe es doch für nothwendig gehalten, Mitte Märznoch die Heranziehung einer dritten Brigade Bayern zu befehlen,welche Anfangs April das Kriegstheater betrat und in und beiWarschau verblieb, so daß die Bayern wohl die Stärke von12,000 Mann') erreicht haben mögen.

Außer Neckereien der Vortruppen verging eine geraume Zeitdurchaus ruhig. Vergebens hatte Napoleon den M. Massenaaufgefordcrt, nicht zu dulden, daß die Russen sich bei Ostrolenkaverschanzten; er sollte sie angreifen und über den Fluß zurück-werfen. Es war nichts derartiges geschehen, und ebenso wenighatte man sich bemüht, irgendwo wiederum festen Fuß auf demlinken Narew-Ufer zu fassen.

Der General Essen hatte mit dem Gros seiner Truppen bis-her unverrückt bei Wysoki Masowiecki in einer fast völlig aus-gezehrten Gegend gestanden, und dadurch Krankheiten hervorge-rufen, welche die Reihen der Truppen gelichtet hatten. Ohne demGeneral Bennigsen Mittheilung zu machen, hatte der Generaldem Kaiser unmittelbar über den Zustand seines Korps Berichterstattet und gebeten, ihm zu gestatten, das schwere Geschütz undden größern Theil der Kavallerie zurückverlegen zu dürfen. Nebeneinem Verweis hatte der General indessen eine abschlägliche Antworterhalten und war Mitte Aprils durch den General Tutschkow imKommando erseht worden, indem man bei diesem Wechsel auf einlebhafteres Eingreifen des Narew-Korps in die Operationen derHaupt-Armee rechnete.

Der General Tutjchkow verlegte sein Hauptquartier nachOstrolenka, wo noch eine zweite Brücke oberhalb der Mündungdes Omulefs geschlagen wurde, für welche eine Insel im Stromeinen natürlichen Brückenkopf bildete. Auf längere Zeit hinscheinen die Russen hiernächst folgende Aufstellung eingenommenzu haben:

Eine Kosakenlinie beobachtete den Omulef und hatte hinter

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t) Nach bayrischen Angaben 13,366 Mann und 2172 Pferde.